ich einen Titel bekommen und in Cirkel aufgenommen werden sollte wo Du nicht einmal Dein Gesicht zeigen darfst und so hast Du denn als Spionin und Angeberin gehandelt und meine Aussichten für immer zerstört.’ Georgiana zog ihr Taschenbuch hervor und schneuzte sich wohl eine Stunde lang Eliza saß kalt unempfindlich und ohne ihre Arbeit auszusetzen da Wahres edles Gefühl wird von Manchen gar wenig geschätzt aber hier waren zwei Naturen deren eine unerträglich bitter die andere ganz und gar geschmacklos wurde aus Mangel daran Gefühl ohne Urtheil ist freilich ein wässerigen Getränk aber das Urtheil ist wenn nicht vom Gefühle gemildert ein zu bitterer und rauher Bissen für eines Menschen Kehle Es war ein nasser und windiger Nachmittag Georgiana war über dem Lesen eines Romans auf dem Sopha eingeschlafen Eliza war um den Gottesdienst an einem heiligen Tage nicht zu versäumen in die neue Kirche gegangen — denn in religiösen Dingen beobachtete sie die Formen strenge kein Wetter verhinderte sie an der Erfüllung dessen was sie als ihre Andachtspflichten ansah bei gutem oder schlechtem Wetter ging se dreimal jeden Sonntag in die Kirche und an Werktagen so oft als dort Gebete verrichtet wurden Es kam mir der Gedanke die Treppe hinauf zu gehen und nachzusehen wie es der sterbenden Frau ginge die fast unbeachtet dalag sogar die Dienerschaft widmete ihr nur eine nachlässige Aufmerksamkeit die gedungene Krankenwärterin schlich da man wenig nach ihr sah aus dem Zimmer so oft sie konnte Bessie war zuverlässig aber sie hatte nach ihrer eigenen Familie zu sehen und konnte nur dann und wann heraufkommen Ich fand das Krankenzimmer unbewacht wie ich erwartet hatte keine Wärterin war zu sehen die Patientin lag ruhig da und dem Anschein nach in bewußtlosem Zustande ihr bleifarbiges Gesicht war in den Kissen versteckt das Feuer im Kamin am Erlöschen Ich legte Kohlen bei ordnete die Betttücher wieder blickte eine Weile die Person an die mich jetzt nicht ansehen konnte und ging dann an 's Fenster Der Regen schlug heftig gegen die Fensterscheiben der Wind blies stürmisch ‘Da liegt Eine ’ dachte ich die bald dem Kampfe der irdischen Elemente entrückt sein wird Wohin wird der Geist der jetzt seine materielle Wohnung zu verlassen strebt fliehen wenn er endlich frei ist ’ Indem ich das große Geheimniß überdachte fiel mir Helen Burns ein ich entsann mich ihrer Sterbeworte ihres Glaubens — ihrer Ansicht von der Gleichheit der vom Körper geschiedenen Seelen Ich horchte noch in Gedanken auf ihre Töne deren ich mich so gut erinnerte stellte mir ihr blasses überirdisches Aussehen vor ihr abgefallenes Gesicht ihren erhabenen Blick wie sie auf ihrem ruhigen Sterbebette so da lag und ihre Sehnsucht flüsterte wieder in den Schooß ihres himmlischen Vaters aufgenommen zu werden als eine schwache Stimme aus dem Bett hervor murmelte Wer ist es ’ Ich wußte daß Mistreß Reed schon Tage lang nicht gesprochen hatte lebte sie wieder auf Ich ging zu ihr hin Ich bin es Tante Reed.’ ‘Wer ich ’ war die Antwort Wer sind Sie ’ setze