Ihnen jetzt etwas vortanzen Nein jetzt ist es genug Aber bei wem wohntest du als deine Mama gestorben war Bei Madame Frederich und ihrem Manne sie hat mich gepflegt und für mich gesorgt aber sie ist nicht mit mir verwandt Ich glaube daß sie arm ist denn sie hatte kein so schönes Haus wie Mama Ich war nicht lange dort Mr Rochester kam und fragte mich ob ich mit ihm nach England gehen und bei ihm bleiben möchte und ich sagte ja Denn ich kannte Mr Rochester bevor ich Madame Frederich kannte und er war immer gütig gegen mich und schenkte mir schöne Kleider und hübsche Spielsachen Aber Sie sehen er hat nicht Wort gehalten denn er hat mich nach England gebracht aber er selbst ist wieder fortgegangen und jetzt sehe ich ihn nie mehr Nach dem Frühstück zog sich Jane mit Adele in die Bibliothek zurück wie es schien hatte Mr Rochester bestimmt daß dieser Raum als Schulzimmer benutzt werden sollte Die Mehrzahl der Bücher war in Glasschränken verschlossen aber ein Bücherschrank welcher offen stand enthielt alles was für den elementaren Unterricht gebraucht wurde und verschiedene Bände der leichteren Literatur Poesie Biographie Reisebeschreibungen einige Romanzen usw In diesem Zimmer befand sich auch ein ganz neues Klavier von herrlichem Ton außerdem eine Staffelei und mehrere Erdkugeln Jane fand ihre Schülerin ausßerordentlich liebenswürdig aber sehr zerstreut Sie war niemals an eine regelmäßige Beschäftigung irgendwelcher Art gewöhnt gewesen Jane fühlte daß es nicht ratsam sein würde sie im Anfang zu sehr mit Arbeit zu überhäufen deshalb erlaubte sie ihr als aus dem Morgen Mittag geworden war und sie viel zu ihr gesprochen und sie ein wenig hatte lernen lassen zu ihrer Wärterin zurückzukehren Jetzt zeichnete Jane einige kleine Skizzen für ihren Gebrauch Als Jane darauf nach ihrem Zimmer ging rief Mrs Fairfax ihr zu Ihre Morgenschulstunden sind jetzt vorüber wie ich vermute Sie befand sich in einem Zimmer dessen Flügeltüren weit geöffnet waren Als sie Jane anredete ging diese zu ihr hinein Es war ein großes stattliches Gemach mit purpurfarbigen Möbeln und Vorhängen einem türkischen Teppich nußholzbekleideten Wänden einem großen buntfarbigen Fenster und einer reich geschnitzten Decke Mrs Fairfax wischte den Staub von einigen Vasen aus herrlichem Rubinglas welche auf einem Tischchen standen Welch ein prächtiges Zimmer rief Jane aus indem sie umher blickte denn sie hatte noch nichts gesehen was auch nur halb so schön gewesen wäre Ja dies ist das Speisezimmer Ich habe soeben das Fenster geöffnet um ein wenig Luft und Sonnenschein herein zu lassen denn in Zimmern die selten bewohnt werden wird alles feucht und dumpfig Drüben im großen Salon ist es gerade wie in einem Gewölbe Sie deutete auf einen großen Bogen welcher dem Fenster gegenüber lag und mit persischen Vorhängen die in Bogen aufgerafft waren dekoriert war Als Jane zwei breite Stufen welche zu demselben hinaufführten erstiegen hatte war es jhr als täte sie einen Blick ins Feenreich so herrlich erschien ihr der Anblick welcher sich ihr darbot Und doch war es nichts als ein sehr