als ob er sprechen wollte dann schloß er sie wieder Ich war ein wenig verlegen Vielleicht hatte ich die Grenzen des Althergebrachten zu schnell überschritten und wie St John erblickte auch er etwas Unschickliches in meiner Unbedachtsamkeit Ich hatte meinen Vorschlag in der That in dem Glauben gemacht daß er mich bitten würde sein Weib zu werden Wenn ich der Erwartung daß er mich sofort als sein Eigentum reklamieren würde auch keine Worte verliehen so hatte ich sie deshalb nicht weniger sicher gesagt Da ihm aber kein einziges Wort nach dieser Richtung hin entschlüpfte und sein Gesicht immer trüber und trüber wurde so fiel es mir plötzlich ein daß ich mich geirrt haben könne und ohne es zu wissen die Närrin gespielt habe Deshalb begann ich mich leise seinen Armen zu entwinden – er jedoch preßte mich noch fester an sich »Nein – nein – Jane du darfst nicht gehen Nein jetzt habe ich dich gefühlt dich gehört den Trost deiner Nähe empfunden – die Milde deines Trostes Diese Freuden kann ich nicht wiederum opfern Von mir selbst ist mir wenig geblieben ich muß dich besitzen Die Welt mag lachen – mag mich albern selbstsüchtig nennen – das bedeutet nichts Meine Seele verlangt nach dir Ihr Begehr muß erfüllt werden oder sie nimmt furchtbare Rache an ihrer irdischen Hülle « »Nun Sir ich sagte ja daß ich bei Ihnen bleiben wolle.« »Ja aber wir verstehen beide sehr verschiedene Dinge unter diesem »bei mir bleiben wollen« Du könntest dich vielleicht entschließen mir zur Hand zu sein neben meinem Stuhl zu stehen – mich zu pflegen wie eine gute kleine Wärterin denn du hast ein liebevolles Herz und eine großmütige Seele welche dich zwingen denen welche du bemitleidest Opfer zu bringen und das sollte mir ohne Zweifel genügen Vielleicht sollte ich jetzt nur noch väterliche Empfindungen für dich hegen Nicht wahr der Ansicht bist auch du Komm – sag mir was du denkst « »Ich will denken was Sie wünschen Sir Ich bin es auch zufrieden nichts zu sein als Ihre Pflegerin wenn Sie es für besser halten.« »Aber Janet du kannst nicht immer meine Pflegerin bleiben du bist jung – du mußt dich eines Tages verheiraten.« »Ich wünsche nicht besonders mich zu verheiraten.« »Aber du solltest es wünschen Janet Wenn ich noch wäre was ich einst war so würde ich es dich schon wünschen machen – aber – ein blinder Klotz « Und wiederum versank er in trübes Sinnen Ich hingegen wurde fröhlicher und faßte von neuem Mut Seine letzten Worte öffneten mir die Augen darüber wo die Schwierigkeit lag Aber für mich war es keine Schwierigkeit meine frühere Unsicherheit und Befangenheit war ganz gewichen Jetzt begann ich eine fröhlichere Unterhaltung »Es wird Zeit daß jemand es unternimmt Sie wieder menschlicher zu machen « sagte ich indem ich sein dickes ungepflegtes Haar glatt strich »denn ich sehe daß Sie sich langsam in einen Löwen oder irgend etwas Ähnliches verwandeln Ganz entschieden haben Sie etwas von dem ›faux air‹ Nebukadnezars an sich