noch Leid noch Geschrei noch Schmerzen sein würden weil alles Frühere vergangen sei Die folgenden Worte durchzitterten mich seltsam als er sie sprach besonders da ich an der leisen unbeschreiblichen Veränderung im Ton merkte daß er sich zu mir gewandt hatte als er sie aussprach »Wer überwindet der wird es alles ererben und ich werde sein Gott sein und er mein Sohn Aber « las er ganz langsam und deutlich weiter »den Verzagten und Ungläubigen und Greulichen und Totschlägern und Zauberern und Abgöttischen und allen Lügnern deren Teil wird sein in dem Pfuhl der mit Feuer und Schwefel brennt welches ist der andere Tod.« Von diesem Augenblick an wußte ich welches Schicksal St John für mich fürchtete Ein stiller unterdrückter Triumph vermischt mit einem sehnsüchtigen Ernst bezeichnete seine Erklärung der letzten glorreichen Verse dieses Kapitels Der Leser war überzeugt daß sein Name bereits in dem Lebensbuche des Lammes geschrieben stehe und er sehnte sich nach der Stunde wo er Einlaß finden würde in die Thore der Stadt in welche die Könige auf Erden ihre Heiligkeit bringen die keiner Sonne noch des Mondes bedarf daß sie in ihr scheinen denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm In dem Gebet welches dem Kapitel der Bibel folgte faßte er all seine Energie zusammen – all sein herber starrer Eifer erwachte er war in heiligem Ernst er kämpfte und rang mit Gott und war entschlossen zu siegen Er flehte um Kraft für die Schwachen um Führung für die Lämmer welche von der Herde abirrten eine Rückkehr selbst noch in der elften Stunde für jene welche durch die Versuchungen der Welt und des Fleisches von dem engen aber rechten Pfade abgelockt würden Er erbat er erflehte er forderte die Gabe eines Feuerbrandes eines Donnerkeils um ihn in die Herzen der Hörer zu schleudern Der Ernst ist stets tief feierlich als ich im Anfang auf das Gebet lauschte erfüllte mich der seine mit Verwunderung dann als er fortfuhr und sich steigerte rührte er mich und zuletzt erfüllte er mich mit Furcht Er empfand die Größe und den Wert seines Vorhabens so aufrichtig jeder der sein Flehen mit anhörte konnte nicht umhin mit ihm zu fühlen Als das Gebet zu Ende war nahmen wir Abschied von ihm er beabsichtigte sehr früh am nächsten Morgen abzureisen Nachdem Diana und Mary ihn geküßt hatten verließen sie das Zimmer damit befolgten sie wie ich glaube einen Wink welchen er ihnen im Flüsterton gegeben hatte Dann reichte auch ich ihm die Hand und wünschte ihm glückliche Reise »Ich danke dir Jane wie ich schon sagte werde ich in vierzehn Tagen von Cambridge zurückkehren dieser Zeitraum ist dir also noch zur Überlegung gegönnt Wenn ich dem gewöhnlichen menschlichen Stolz Gehör schenkte so würde ich dir nicht mehr von einer Verbindung mit mir reden aber ich gehorche meiner Pflicht und behalte mein erstes mein vornehmstes Ziel unentwegt im Auge alle Dinge zur Ehre Gottes zu thun Mein Herr hat lange und schwer gelitten das werde auch ich thun