thäte was Sie von mir verlangen Überdies will ich bevor ich mich entschließe England zu verlassen gewiß wissen ob ich nicht von größerem Nutzen sein kann wenn ich in meinem Vaterlande bliebe als wenn ich es verlasse.« »Was soll das heißen « »Es würde nutzlos sein wenn ich versuchen wollte das zu erklären aber es giebt einen Punkt über den ich schon lange in qualvollem Zweifel bin und ich kann mich nirgend hin begeben bevor dieser Zweifel nicht gehoben ist.« »Ich weiß wohin dein Herz dich zieht und an wem es hängt Das Interesse welches du hegst ist unheilig und gegen das Gesetz Schon lange hättest du es ersticken sollen und jetzt müßtest du erröten dessen nur zu erwähnen Du denkst an Mr Rochester « Es war wahr Durch mein Schweigen bestätigte ich es »Willst du Mr Rochester aufsuchen « »Ich muß erfahren was aus ihm geworden ist.« »So bleibt mir denn nichts anderes mehr zu thun übrig als deiner in meinem Gebet zu gedenken « sagte er »und Gott von ganzem Herzen zu bitten daß er dich nicht in der That zu einer Verworfenen werden läßt Ich habe geglaubt in dir eine der Auserwählten zu sehen Aber Gott sieht nicht wie Menschen sehen Sein Wille geschehe « Er öffnete das Heckenthor ging hinaus und streifte durch die Wiesen der Schlucht zu Bald war er meinem traurigen Blick ganz entschwunden Als ich wieder in das Wohnzimmer trat fand ich Diana am Fenster stehend sie schien in trübes Sinnen versunken Diana war sehr viel größer als ich sie legte ihre Hand auf meine Schulter und indem sie sich zu mir herabbeugte sah sie mir prüfend ins Gesicht »Jane « sagte sie »du bist jetzt stets so blaß und aufgeregt Ich bin fest überzeugt daß irgend etwas geschehen ist Sag mir was zwischen dir und St John vorgeht seit einer halben Stunde habe ich euch hier vom Fenster aus beobachtet Du mußt verzeihen daß ich eine solche Spionin bin aber seit langer Zeit schon habe ich mir allerhand Dinge eingebildet St John ist ein so seltsamer ein ganz eigentümlicher Mensch.« Sie hielt inne – ich sprach nicht bald begann sie von neuem »Ich bin fest überzeugt daß mein sonderbarer Herr Bruder ganz besondere Ansichten in Bezug auf dich hegt schon seit langer Zeit hat er dich durch eine Beachtung und ein Interesse ausgezeichnet das er noch niemals einem anderen Menschen bewiesen – und zu welchem Zweck Ich wollte daß er dich liebte Jane – ist das der Fall Kind « Ich legte ihre kühle Hand auf meine heiße Stirn »Nein Diana nein nicht im geringsten.« »Weshalb verfolgt er dich denn so mit den Augen – und macht daß er so häufig allein mit dir ist und hält dich fortwährend an seiner Seite fest Mary und ich waren beide zu dem Schlusse gekommen daß er den Wunsch hege dich zu heiraten « »Das thut er auch – er hat von mir verlangt daß ich sein Weib werde.« Diana schlug die Hände vor Freude