Lehrstunden zu beginnen.« »Mr Rochester hat mich nach der Kinderstube geschickt.« »Wo ist er « »Dort« sagte sie und zeigte auf das Zimmer welches sie soeben verlassen Ich trat ein Dort stand er »Komm herein und sag mir Guten Morgen´« sagte er Fröhlich ging ich zu ihm Es war jetzt kein kaltes höfliches Wort mehr oder ein gleichgültiger Händedruck den er mir spendete sondern eine zärtliche Umarmung ein inniger Kuß Es schien mir ganz natürlich es war ein seliges Bewußtsein so von ihm geliebt zu sein so zärtlich von ihm geliebkost zu werden »Jane du siehst so blühend so lächelnd so hübsch aus « sagte er »wirklich hübsch heute Morgen Ist dies meine bleiche zarte kleine Elfe Ist dies meine Glockenblume Dies kleine sonnige Mädchen mit Grübchen in den Wangen und rosigen Lippen Mit dem seidenweichen kastanienbraunen Haar und den strahlenden braunen Augen « Lieber Leser ich hatte grüne Augen aber du mußt den Irrtum entschuldigen vermutlich waren sie für ihn frisch gefärbt »Es ist Jane Eyre Sir.« »Und wird bald Jane Rochester sein « fügte er hinzu »in vier Wochen Jane nicht einen Tag länger Hörst du das und verstehst du mich « Ich hörte ihn wohl aber ich konnte es nicht fassen Es verursachte mir Schwindel Das Gefühl das durch diese Ankündigung in mir geweckt wurde war etwas heftigeres bewältigenderes als Freude – etwas das mich schmerzte mich betäubte ich glaube es war etwas wie Furcht »Du warst rosig Jane und jetzt bist du bleich wie der Tod Weshalb das « »Weil Sie mir einen neuen Namen gaben – Jane Rochester und das klang so seltsam.« »Ja Mrs Rochester « sagte er »die junge Mrs Rochester – das mädchenhafte Weib Fairfax Rochesters.« »Es kann nicht sein Sir niemals Es wird nicht sein es klingt zu unwahrscheinlich Auf dieser Welt wird keinem Erdenwesen ungetrübtes Glück zu teil Ich bin ja nicht zu einem besseren Geschick geboren als meine Mitmenschen Daß solch ein Los mir zu teil werden sollte ist ein Feenmärchen – ein Morgentraum.« »Den ich in Erfüllung gehen lassen kann und werde Noch heute werde ich mit der Verwirklichung beginnen Heute Morgen habe ich an meinen Banquier in London geschrieben daß er mir gewisse Juwelen schickt die er in Verwahrung hat – Erbstücke der Gebieterinnen von Thornfield In zwei drei Tagen hoffe ich sie dir in den Schoß schütten zu können denn jeder Vorzug jede Aufmerksamkeit soll dir werden die ich der Tochter eines Pairs gewähren würde wenn ich im Begriffe stände sie zu heiraten.« »O Sir sprechen Sie nicht von Juwelen – Ich mag nicht davon reden hören Juwelen für Jane Eyre Das klingt seltsam und unnatürlich Ich möchte sie lieber nicht haben.« »Ich selbst will die Diamantenkette um deinen Hals legen und deine Stirn mit dem Diadem krönen Wie herrlich wird es dich kleiden Denn die Natur hat dir den Adelsbrief auf die Stirn geschrieben Jane Und ich will diese zarten Gelenke mit Armbändern schmücken und diese kleinen Feenfinger mit kostbaren Ringen beladen.« »Nein nein Sir