nach Gateshead hinunter und verlangte von Mistreß daß sie ihm das ganze Besitztum übergeben solle Mistreß weigerte sich durch seine Verschwendung und Extravaganzen sind ihre Mittel schon seit langer Zeit zusammengeschmolzen So kehrte er denn wieder um nach London und das nächste was wir von ihm hörten war seine Todesnachricht Wie er gestorben ist – Gott mag es wissen – Die Leute sagen daß er sich umgebracht hat.« Ich schwieg Das war eine entsetzliche Nachricht Robert Leaven fuhr fort »Mistreß war schon seit langer Zeit kränklich gewesen sie ist sehr fett geworden aber sie ist nicht kräftig dabei und der Verlust des Geldes und die Furcht vor der Armut richteten sie schier zu Grunde Die Nachricht von Mr Johns Tode und die Art wie er herbeigeführt kam zu plötzlich das führte einen Schlaganfall herbei Drei Tage lang konnte sie kein Wort sprechen aber am letzten Dienstag schien es ihr wieder besser zu gehen es war als wollte sie etwas sagen denn sie machte meiner Frau fortwährend Zeichen und murmelte unverständliche Worte Erst gestern Morgen konnte Bessie verstehen daß sie Ihren Namen aussprach und zuletzt verstand sie ganz deutlich wie sie sagte Bringt mir Jane – – holt Jane Eyre ich muß mit ihr sprechen »Bessie weiß nun nicht ob sie bei Sinnen ist und ob sie irgend etwas mit den Worten meint aber sie hat es Miß Reed und Miß Georgina gesagt und ihnen geraten Sie Miß holen zu lassen Die jungen Damen wollten anfangs nichts davon wissen aber ihre Mutter wurde so ruhelos und rief so oft »Jane Jane Jane « daß sie endlich einwilligten Ich verließ Gateshead gestern und wenn Sie bis morgen früh fertig werden könnten Miß so würde ich Sie gern mitnehmen.« »Ja Robert ich werde fertig sein Mir ist als müßte ich doch gehen.« »Ich glaube auch Miß Bessie sagte Sie würden sich ganz gewiß nicht weigern Aber Sie werden wohl um Erlaubnis bitten müssen ehe Sie gehen « »Gewiß Und ich werde es augenblicklich thun.« Dann führte ich ihn in das Zimmer der Domestiken und nachdem ich ihn der Fürsorge von Johns Frau und Johns eigener Liebenswürdigkeit warm empfohlen hatte machte ich mich auf den Weg um Mr Rochester zu suchen Er war in keinem der Zimmer des unteren Stockwerks er war nicht im Hofe nicht in den Ställen nicht im Park Ich fragte Mrs Fairfax ob sie ihn gesehen habe – ja sie glaubte er sei im Billardzimmer und spiele mit Miß Ingram Folglich eilte ich ins Billardzimmer Das Aneinanderschlagen der Billardkugeln und das Gemurmel von Stimmen drang mir von dort entgegen Mr Rochester Miß Ingram die beiden Schwestern Eshton und ihre Anbeter – sie alle waren mit dem Spiel beschäftigt Es bedurfte einigen Mutes um eine so illüstre Gesellschaft zu stören mein Anliegen war aber derart daß es keinen Aufschub duldete daher näherte ich mich meinem Herrn der neben Miß Ingram stand Bei meiner Annäherung wandte sie sich um und maß mich mit hochmütigem Blick ihre Augen schienen zu fragen »Was kann