nicht schaden wird es keine Entzündung herbeiführen « »Trink Trink Trink « Mr Mason gehorchte aber nur weil es augenscheinlich nutzlos war sich zu widersetzen Er war jetzt angekleidet er sah wohl noch immer bleich aus aber nicht mehr blutig und beschmutzt Mr Rochester gestattete ihm sich drei Minuten auszuruhen nachdem er die Flüssigkeit getrunken hatte Dann faßte er seinen Arm »Jetzt bin ich fest überzeugt daß du auf deinen Füßen stehen kannst – Versuch es nur.« sagte er Der Kranke erhob sich »Carter stützen Sie ihn an der andern Seite Hab nur guten Mut Richard so – jetzt schreite aus – Siehst du – siehst du – es geht schon.« »Ich fühle mich besser « bemerkte Mr Mason »Das wußte ich vorher Nun Jane trippeln Sie uns vorauf zur Hintertreppe riegeln Sie die Thür des Seitenkorridors auf und sagen Sie dem Kutscher der Postchaise die Sie im Hofe sehen werden – oder dicht vor dem Hofthor denn ich befahl ihm mit seinen rasselnden Rädern nicht über das Pflaster zu fahren – sich bereit zu halten Wir kommen gleich Und noch eins Jane wenn Sie unten irgend jemand wach finden so kommen Sie an den Fuß der Treppe und räuspern Sie sich.« Inzwischen war es halb sechs geworden und die Sonne war im Begriff aufzugehen Trotzdem war die Küche noch dunkel und alles war ruhig Die Thür des Seitenkorridors war verriegelt ich öffnete sie so geräuschlos wie möglich Auch im Hofe herrschte noch Ruhe Die Thore standen aber weit geöffnet und draußen hielt eine Postchaise die Pferde waren eingespannt der Kutscher saß auf dem Bocke Ich näherte mich ihm und sagte daß die Herren kämen er nickte dann blickte ich sorgfältig spähend umher und horchte Überall noch die heilige Ruhe des frühen Morgens Sogar an den Fenstern der Dienstbotenzimmer waren die Vorhänge noch herabgelassen die Vögel zwitscherten in den blütenschweren Zweigen der Bäume im Obstgarten die gleichsam mit weißen Guirlanden jene Mauer schmückten welche die eine Seite des Hofes einschlossen Die Pferde der Equipagen stampften von Zeit zu Zeit in den noch geschlossenen Ställen – Sonst war alles still Jetzt kamen die Herren Mr Mason welcher sich auf Mr Rochester und den Arzt stützte schien bereits wieder mit Leichtigkeit gehen zu können Sie halfen ihm den Wagen zu besteigen Carter setzte sich zu ihm »Behüten Sie ihn wohl « sagte Mr Rochester zu dem letztgenannten gewendet »und behalten Sie ihn in Ihrem Hause bis er ganz wieder hergestellt ist In ein oder zwei Tagen werde ich hinüberkommen um zu sehen wie seine Genesung fortschreitet Richard wie fühlst du dich jetzt « »Die frische Luft belebt mich Fairfax « »Carter lassen Sie das Fenster an seiner Seite herab es ist ganz windstill Die frische Luft schadet ihm nicht Lebwohl Dick mein Junge « »Fairfax –« »Nun was giebt 's noch « »Laß sie sorgsam behüten laß sie so nachsichtig behandeln wie möglich laß sie –« hier hielt er inne und brach in bittere Thränen aus »Ich thue mein Bestes ich habe