Orten aufgehäuft Lassen Sie es sich nähern – und das Ende wird Glück sein.« »Ich habe kein Verständnis für Rätsel In meinem ganzen Leben war ich noch nicht imstande eins zu lösen.« »Zeigen Sie mir Ihre Hand wenn Sie wollen daß ich deutlicher reden soll.« »Wahrscheinlich muß ich die Fläche mit Silber bedecken nicht wahr Mutter « »Natürlich.« Ich gab ihr einen Schilling sie steckte ihn in einen alten Strumpf den sie aus ihrer Tasche zog und nachdem sie ihn zusammengebunden und in die Falten ihres Rockes zurückgeschoben hatte gebot sie mir die Hand auszustrecken Ich that wie mir geheißen Sie näherte ihr Gesicht der Handfläche und sah sie lange sinnend an ohne sie zu berühren »Sie ist zu schön und fein « sagte sie endlich »Aus einer solchen Hand kann ich nichts lesen sie hat fast gar keine Linien Und außerdem – was kann eine Hand sagen In ihr steht das Schicksal nicht geschrieben.« »Das glaube ich Euch wohl « sagte ich »Nein « fuhr sie fort »im Gesicht steht es zu lesen auf der Stirn um die Augen herum in den Augen selbst in den Linien des Mundes Knieen Sie nieder und heben Sie den Kopf empor.« »Ah jetzt kommt Ihr der Wahrheit näher « sagte ich indem ich that was sie verlangte »Nun werde ich bald anfangen Euren Worten ein wenig Glauben zu schenken.« Wenige Fußbreit von ihr war ich hingekniet Sie begann das Feuer aufzurühren so daß die verglimmenden Kohlen wiederum einiges Licht verbreiteten Da sie aber saß warf der Schein nur noch einen tieferen Schatten über ihr Gesicht während das meine hell beleuchtet wurde »Ich möchte doch wissen mit welchen Gefühlen Sie heute Abend zu mir ins Zimmer gekommen sind « sagte sie nachdem sie meine Züge eine Weile hindurch geprüft hatte »Ich möchte wissen welche Gefühle in Ihrem Herzen geschäftig sind wenn Sie so stundenlang in jenem prächtigen strahlenden Gesellschaftszimmer sitzen und die vornehmen eleganten Leute vor Ihren Blicken auf und abflattern wie die Figuren in einer laterna magica Zwischen Ihnen und jenen besteht doch gerade so wenig sympathische Gemeinschaft als ob sie nur menschliche Schatten und nicht Gestalten aus Fleisch und Blut wären.« »Oft bin ich alles dessen müde oft auch schläfrig selten aber traurig.« »Dann nähren Sie also irgend eine geheime Hoffnung die Sie erhebt und Sie mit ihren süßen Flüstertönen auf die Zukunft vertröstet « »Ich habe keine Das höchste was ich zu erhoffen wage ist daß ich einmal im stande sein werde Geld zu ersparen um mir ein kleines Haus mieten und darin eine Schule errichten zu können.« »Eine kärgliche Nahrung um das Leben der Seele zu fristen Und wenn Sie in jener Fenstervertiefung sitzen – – Sie sehen ich kenne Ihr Leben bis in die kleinsten Details – –« »Ihr habt das von den Dienstboten erfahren Mutter « »Ah Sie halten sich für sehr klug Nun vielleicht ist 's auch so Um die Wahrheit zu gestehen ich kenne eine davon – eine Mrs Poole –« Ich sprang empor als