des Gehörten unklar denn die Unterhaltung zwischen Mary Ingram und Louisa Eshton die in meiner nächsten Nähe saßen übertönte das Gespräch der Herren am Kamin Die Damen sprachen über den Fremden beide nannten ihn einen »schönen Mann« Louisa sagte er sei »ein reizender Mensch« und sie »bete ihn an« und Mary machte Bemerkungen über seinen »süßen kleinen Mund und seine entzückende Nase« beides schien ihre Ideale von Schönheit zu verkörpern »Und welch eine freundliche Stirn er hat « rief Louisa aus – »so glatt keine von diesen gerunzelten Unregelmäßigkeiten die ich so sehr verabscheue und welch ein ruhiges Auge Welch ein berückendes Lächeln « Und dann rief Mr Henry Lynn sie zu meiner größten Erleichterung an das andere Ende des Zimmers um noch irgend welche Punkte über die aufgeschobene Excursion nach Hay zu besprechen Jetzt war es mir wieder möglich geworden meine Aufmerksamkeit auf die Gruppe am Kamin zu konzentrieren und nun erfuhr ich auch bald daß der Name des Ankömmlings Mr Mason sei Dann hörte ich daß er soeben in England angelangt sei und aus irgend einem heißen Lande komme Letzteres war wahrscheinlich der Grund für die fahle Blässe seines Gesichts für sein fortwährendes Näherrücken an das Feuer und für den Überrock den er auch im Salon nicht abgelegt hatte Die Namen Jamaika Spanish Town Kingston welche an mein Ohr schlugen belehrten mich daß Westindien sein Aufenthalt gewesen sein mußte und nicht gering war mein Erstaunen als ich weiter erfuhr daß er in jenem Lande Mr Rochesters Bekanntschaft gemacht habe Er sprach von der Abneigung seines Freundes gegen die sengenden Gluten die furchtbaren Orkane und die Regenzeiten jener Regionen Ich wußte wohl daß Mr Rochester viel gereist sei Mrs Fairfax hatte es nur ja erzählt aber ich hatte geglaubt daß der europäische Kontinent bis jetzt seine Wanderungen begrenzt habe Niemals hatte er auch nur die leiseste Andeutung darüber gemacht daß er selbst jene entlegenen Küsten besucht habe Über diese Dinge dachte ich nach als ein Zwischenfall und noch dazu ein sehr unerwarteter den Faden meiner Grübeleien unterbrach Mr Mason der jedesmal von einem kalten Schauer gerüttelt wurde wenn jemand die Thür aufmachte hatte gebeten daß man noch mehr Holz und Kohlen auf das Feuer lege dessen Flammen nicht mehr emporloderten obgleich die Asche noch rot und heiß erglühte Als der Diener welcher die Feuerung hereingebracht hatte das Zimmer wieder zu verlassen im Begriff war trat er an Mr Eshtons Stuhl und flüsterte diesem Herrn etwas ins Ohr wovon ich nur die Worte »altes Weib« und »ganz lästig« verstehen konnte »Sagen Sie ihr daß wir sie einsperren lassen werden wenn sie sich nicht gleich packt « entgegnete die Magistratsperson »Nein – halt « unterbrach ihn Oberst Dent »Schicken Sie sie nicht fort Eshton wir könnten die Gelegenheit doch benützen Fragen wir lieber die Damen.« Und laut fuhr er fort »Meine Damen Sie haben davon gesprochen nach der Wiese von Hay gehen zu wollen um das Zigeunerlager zu besuchen aber Sam hier bringt die Botschaft daß eine der alten Zigeunerinnen sich