Seele Halten Sie sie zurück um des armen Kindes um Ihrer selbst willen Rowland seine Bewegung niederkämpfend fixiert sie lauernd Haben Sie nun Ihren Auftrag vollständig besorgt Judith sieht ihn entsetzt an Meinen Auftrag Sie könnten glauben – Mit Würde tief gekränkt O wie unwürdig denken Sie von mir und dem edlen Mädchen Ich beklage Sie daß Sie das Verständnis einer Seele wie Jane Eyres verloren haben Lassen Sie sie ziehen Dieses Haus des Fluches scheint keine Heimat für reine Geister und habe ich Ihnen gesagt was Ihnen nicht gefällt so senden Sie mich ihr getrost nach ich gehe gern wenn Jane Eyre fortgeschickt wird Eine Wohlthat aber will ich der armen Jane noch erweisen sie weinte um Sie den sie wie ein höheres Wesen verehrt das weiß ich ich aber Herr wenn ich auch blindlings gehorche bin nicht blind ich werde meine Pflicht thun und Jane Eyre belehren daß ich Lord Rochester ihrer Thränen nicht würdig halte das wird ihr den Abschied sehr erleichtern Sie geht entschlossen Rowland zusammenfahrend ihr nachrufend Judith – was wollen Sie thun Er bleibt stehen Nein Judith bleibt erwartungsvoll in der Mittelthür stehen Rowland plötzlich entschlossen und befehlend Gehen Sie und thun Sie wozu Sie Lust haben Judith eilt unwillig durch die Mitte ab Rowland Sei es Endlich muß der Streich doch fallen Und wenn ihr Herz dabei in Trümmer ginge das wird sie reden lehren Es ist gut so Ab nach rechts Achter Auftritt Mistreß Reed allein sie kommt durch die Mitte Misreß Reed sich umsehend Noch nicht da Sie geht ein paar Schritte Sie läßt sich erwarten Sie legt die Hand an die Stirn wie im Fieber O Schwerer Schritt zu dem ich den Fuß erhob ihr entgegen Aber es muß es muß Welch eine Wechselwirkung zwischen diesem Geschöpf und Rochester besteht kann ich nicht enträtseln aber sie besteht ich fühle es und kann Georgines Siegeswahn nicht teilen so lange diese stille Natter zwischen ihm und unserem Glück liegt Fieberhaft Mit welchem Stolz sie sich vor Georgine demütigten o sie ist gefährlich Pause Sie wird mir eine eiserne Stirn die unbeugsame Macht des Hasses entgegenstellen Haß denn gegen Haß ich will ihr alles sagen Neunter Auftritt Die Vorige Jane durch die Mitte Jane bleich aber ruhig und sanft wie nach einem gefaßten Entschluß Mistreß Reed haben befohlen – Mistreß Reed mit Überwindung kalt Kommen Sie näher Wir wollen uns ohne Heuchelei gegenüber treten wollen uns nicht täuschen Die Zeit hat keine Macht an Charakteren wie den unseren Wir haben uns gehaßt hassen uns und werden uns hassen Verstellung wäre zwischen uns eine Unwürdigkeit die uns vor uns selbst verächtlich machen müßte Jane ruhig Sie hassen mich Mistreß Reed und werden mich leider immer hassen doch thun Sie unrecht unsere Charaktere zusammenzustellen Sie sind eine Frau bei Jahren Sie halten wohl fest an dem einmal gefaßten Vorurteil selbst wenn Sie dessen Unbilligkeit einsähen ich hingegen war damals so jung Mistreß Reed peinlich von ihrer Stimme aufgeregt sieht sie starr und immer starrer an