stehen Jane mit funkelnden Augen Glauben Sie wirklich Herr daß mich eine solche Aussicht verlocken könnte dieses unglückliche Kind zu verlassen das nichts mit der Schuld seiner Erzeuger gemein hat das ich liebe Giebt es eine glänzendere Stellung als die Mutter einer Waise zu sein O Mylord ich bin eine Waise ich kenne diesen höchsten Fluch der das schuldlose Haupt eines Kindes treffen kann vater und mutterlos zu sein Ich innig danke Ihnen für diese edelmütige Offenheit Ich werde Adele jetzt noch zärtlicher lieben ich werde sie gut machen denn nur Mangel an Liebe macht das Herz eines Kindes böse ich werde sie dreifach lieben da sie niemand liebt als ich und sie nicht verlassen – Plözlich stockend sieht ihn zweifelnd an Sie müßten mich denn selbst fortschicken Rowland hat sie mit Staunen betrachtet mit einer Mischung von Achtung und Wärme Sie sind ein wackeres Mädchen Miß Eyre Ich nehme Sie beim Wort Sie versprechen nicht zu gehen bis ich Sie fortschicke Ihr die Hand hinhaltend Schlagen Sie ein Jane mit einem frohen Lächeln einschlagend Wie gern Herr Rowland sieht sie überrascht an Ei sieh da lächeln Sie ja ich wußte gar nicht daß Sie das können Jane Herr Rowland Wissen Sie wohl daß das wie ein Sonnenstrahl über Sie hinzieht Sie müssen öfter so gut lächeln Miß Eyre Man hört entfernt Peitschengeknall und Wagengerassel Es wird dunkel Rowland auffahrend Alle Wetter Da sind sie schon Es ist ja indes fast Nacht geworden und ich habe die Kleider nicht nicht einmal gewechselt Ärgerlich Das Schwatzen wollte auch gar kein Ende nehmen Barsch Sie werden die Gäste empfangen Miß Eyre und ein wenig hier zurückhalten bis ich komme im Abgehen bleibt er stehen freundlicher Das heißt ich bitte Sie zu thun was Ihnen so sehr zuwider ist mit den Fremden zu plaudern wollen Sie Jane Gern Herr Rowland im Gehen Aber dann die Menschen sehen nun einmal nur nach der Außenseite mit Überwindung halb bittend dann ziehen Sie auch später das andere Kleid an nicht Jane ohne Trotz aber fest Nein Herr es muß so gut sein Rowland zornig im Gehen Nun so lassen Sie es—ich werde Sie nicht mit Gewalt hübsch machen Er geht rasch in die Seitenthür rechts ab Jane sieht ihm sinnend nach Seltsamer wunderbarer rechtschaffener Mann Sie steht mit gesenktem Haupt in Gedanken Siebenter Auftritt Sam öffnet die Mittelthür tritt mit zwei Armleuchtern mit brennenden Kerzen ein die er auf die Tische im Vordergrund stellt Die Bühne wird dadurch sofort erhellt Judith kommt voran Dann tritt Mistreß Reed von Francis geführt durch die Mitte ein Sie trägt ein Reisekleid von grauem Damast darüber ein schwarzes Pelzmäntelchen einen kleinen grauen Hut mit schwarzem Spitzenschleier Ihr Haar ist grau geworden ihr Gesicht bleich und schmal ihre Züge finsterer und schroffer als im Vorspiel ihre Haltung ist aufrecht und ihr Gang fest Georgine folgt in einem eleganten Reisekleide von dunklem Sammet einem Sammethut mit Federn eine kostbare Boa malerisch um Hals und Schultern geschlungen eine hohe glänzende Gestalt ihre Haltung