Augen sein antwortete sie liebevoll jetzt wo ich Dir angehören darf soll nichts uns trennen als der Tod — Meine Jane Mein Weib Du Glück meines Lebens Gott segne Dich rief er aus ihr Haupt an seine Brust drückend — Meine Geschichte ist zu Ende lieber Leser Jane die schwergeprüfte heimatlose Waise hat nach schwerem Kampf mit dem Leben einem Kampf den sie tapfer bestanden endlich ihre wahre Heimat hienieden gefunden an dem Herzen des Mannes den sie liebt Ohne Einsprache zu finden vereinigte bald der Priester das treue Paar zu ewigen Bunde und so wäre damit wie gesagt meine Geschichte zu Ende Willst Du aber gern noch etwas weiteres wissen von dem ferneren Ergehen unserer Jane lieber Leser so kann ich Dir noch sagen daß sie unaussprechlich glücklich geworden ist an der Seite eines Gatten der sie den Engel seines Lebens nannte Das alte Schloß Thornfield erstand in neuer Pracht aus der Asche und ein neues glücklicheres Leben war in seinen Mauern eingekehrt Während der ersten zwei Jahre ihrer Verbindung war Rochester blind und Jane im wahren Sinn des Wortes sein Augapfel er sah die Natur und die Welt nur durch sie nie wurde sie es müde ihm zu schildern was ihn umgab nie müde ihm vorzulesen nie müde ihn zu führen wohin er wollte noch für ihn zu thun was er wünschte Nach dieser Zeit war es ihm oft als ob der schwarze Schleier auf dem einen Auge sich lichte als erhasche er manchmal einen Schimmer von Jane 's Gewand vom Licht des Tages dem Grün der Bäume Einen ausgezeichneten Augenarzt zu Rate ziehend verdankte er demselben nach längerer Kur das Glück auf dem einen Auge die Sehkraft wieder zu erlangen Als ihm sein Erstgeborener in die Arme gelegt wurde konnte er sehen daß der Knabe seine großen schwarzen Augen wie sie einst waren geerbt hatte und dankbaren Herzens erkannte er auf 's neue daß Gottes Gericht gnädig gewesen und seine Barmherzigkeit über alles Verdienen und Verstehen —