fortwährend umsprang Ruhig Pilot sagte sie nochmals — Das Glas entfiel seiner Hand und lag in Scherben auf dem Boden Wer spricht da rief er sich halb aufrichtend großer Gott welche Täuschung hält meine Sinne befangen Ich höre ihre süße Stimme aber ich sehe sie nicht Wo bist Du holdes Traumbild O bleibe bleibe entschwinde nicht schon wieder Er streckte tastend seine Hand aus Jane ergriff dieselbe und umschloß sie mit ihren beiden Händen — Jane Jane rief er das sind ihre kleinen zarten Finger und das ist ihre Gestalt — und sein Arm umschlang ihren Leib — sie ist es wirklich selbst kein Geist — o Gott ich ertrage es kaum das unendliche Glück — Jane lag auf den Knieen bei seinem Stuhl und umschlang den Fassungslosen — Ja ich bin es selbst mein teurer Rochester und ich bleibe nun bei Dir ich verlasse Dich nie wieder — Nie wieder will sie mich verlassen sagt die süße Stimme Ist dies wirklich kein Traum wie ihn der barmherzige Gott mir so oft gesandt zur Nacht wo ich auch sie an mein Herz gedrückt wie jetzt und wo ich fand daß alles Täuschung war wenn ich erwachte — wo ich trostlos war und verlassen mein Leben düster und hoffnungslos — Holder Traum du wirst entfliehen wie deine Brüder Aber küße mich ehe Du verschwindest Jane meine Jane — Sie drückte ihre Lippen auf seine einst glänzenden jetzt strahlenlosen Augen und auf die Feuernarbe auf seiner Stirn und strich liebkosend über sein Haar Ich bin es wirklich und wahrhaftig ich bin zurückgekehrt kennst Du Deine kleine Jane nicht mehr — Endlich bemächtigte sich allmählig seiner die Ueberzeugung daß dies alles Wirklichkeit sei Und Du liegst nicht meinen Grabe oder tief auf dem Boden eines Flusses Ich habe Dich nicht in den Tod gejagt Allmächtiger Gott ich danke Dir o ich danke Dir Und der starke Mann brach in ein heftiges unaufhaltsames Weinen aus in welchem sich alle erlittene Qual der Vergangenheit aller Jubel der Gegenwartzusammendrängte und Bahn brach — Vergib mir bat Jane gleichfalls unter Thränen ich konnte nicht anders handeln ich mußte fliehen vor meinem eigenen Herzen welches Deiner Liebe wert bleiben sollte — Armes armes Kind was magst Du erduldet haben selbst frei von aller Schuld und doch das Opfer der meinigen Ich habe erkennen gelernt daß ich Unrecht that daß ich sündigte als ich Dich an mein Leben fesseln wollte O ich habe schwer gebüßt die göttliche Gerechtigkeit ging ihren Weg Ein Unglück kam nach dem andern über mich ich mußte durch das Thal des Schattens des Todes wandeln bis endlich mein trotziger Sinn gebrochen war bis ich anfing Gottes Hand in meinem Schicksal zu erkennen Und nun preise ich seine Barmherzigkeit die Dich erhielt und Dich zurückführt auf meinen einsamen Lebensweg Aber willst Du wirklich bei mir bleiben jetzt und für immer Ach ich bin eine Ruine ein armer blinder Krüppel setzte er gramerfüllt hinzu — Und ich will Dein Stab und Deine Hand und das Licht Deiner