erschienen mir nur noch wie pikante Gewürze an einem seltenen Gericht welches durch den Mangel derselben an Wohlgeschmack verloren haben würde Der unbestimmte Schatten das geheimnisvolle Wesen das über diesen Geist gebreitet war den irgend eine Befürchtung ängstigte ein kühner Plan beschäftigte eine entfernte Sorge quälte dieses Rätsel das jedem aufmerksamen Beobachter in die Augen fallen mußte dessen schwierige Lösung aber Rochester stets gewandt zu umgehen wußte dieses Rätsel das mich anfangs mit Schrecken erfüllte begann mich zu fesseln Das Geheimnis schien mit einer Gefahr für Rochester verknüpft zu sein und fürchtete ich auch nicht das Wesen der Gefahr zu erkennen so beunruhigte mich um so mehr die Natur des Geheimnisses Eines Nachmittags als Mr Rochester sich am Morgen entfernt hatte ohne jemand etwas davon zu lagen waren die Gäste von Thornfield-Hall in einer ziemlich verdrießlichen Stimmung versammelt man wußte nicht wozu man sich entschließen welchen Zeitvertreib man vornehmen welche Partie man improvisieren sollte Plötzlich hörte man auf dem feuchten Sande der Zugangsallee das Geräusch eines Wagens und die Huftritte von Pferden In einem Augenblick war alles an den Fenstern ein Reisewagen hielt vor dem Hauptperron Der Kutscher schellte an der Tür und ein Gentleman in Reisekostüm stieg aus sobald geöffnet worden war Wir hörten ihn im Vestibül mit den Leuten des Hauses sprechen und bald darauf trat er in den Salon wo Mistreß Ingram als die älteste der anwesenden Damen natürlich die Honneurs machte Ich komme sehr zu ungelegener Zeit wie es scheint sagte er mit einer Verbeugung zu ihr da mein Freund Mr Rochester nicht zu Hause ist doch nach der langen Reise welche ich zurück gelegt habe um ihn zu besuchen fürchte ich nicht einem so alten und intimen Bekannten gegenüber indiskret zu erscheinen wenn ich Sie um Erlaubnis bitte ihn hier erwarten zu dürfen Die außerordentliche Höflichkeit dieses Fremden sein etwas ausländischer Akzent seine ziemlich regelmäßigen aber nichtssagenden und ausdruckslosen Gesichtszüge erregten meine Aufmerksamkeit nur in geringem Maße Er konnte ungefähr das nämliche Alter haben wie mein Gebieter das heißt etwa vierzig Jahre aber welch ein Unterschied zwischen diesen beiden Physiognomien Die eine war die eines gewöhnlichen schönen Mannes ohne Kraft ohne Feuer ohne Geist während die andere von Kühnheit Leidenschaftlichkeit und Energie strahlte Der Fremde fand Gelegenheit uns seinen Namen Henry Mason zu nennen und uns zu lagen daß er aus Westindien komme was einigermaßen den Überfluß warmer Kleidungsstücke erklärte in die er sich an einem schönen Maitage eingehüllt hatte Aus seinen Reden erfuhr ich daß Rochester in Jamaika sein Gast gewesen war ich wußte bis jetzt noch nicht daß er diese Insel besucht hatte denn nie hatte er in unseren Unterhaltungen etwas von weiten Reisen erwähnt Während ich über diesen an sich ziemlich unbedeutenden Umstand nachdachte trat ein Bedienter ein um nach dem Feuer zu sehen und sagte dann Mr Eshton leise einige Worte auf welche dieser ohne sich im Lesen der Times stören zu lassen in verdrießlichem Tone erwiderte Saget ihr daß ich sie hinauswerfen lasse wenn sie nicht gutwillig geht Was gibt