Sie mir wegen Mangel an Zeit Ihnen nur einen einzigen anzubieten Sie finden ihn unter meinem Halstuche es ist Ihr Perlenkollier Es hat mich seit einem Jahre nicht verlassen seit dem Tage an welchem ich meinen teuersten Schatz verlor Gut ich werde mir es nächsten Dienstag ausbitten behalte mir aber das Vergnügen vor es selbst abzunehmen Und jetzt fuhr Rochester fort muß ich Ihnen noch sagen Jane wie tief ich von Dankbarkeit gegen den Höchsten durchdrungen bin obgleich Sie mich für irreligiös halten Gott sieht nicht mit unseren schwachen Augen und urteilt nicht mit unserem leicht irrenden Verstande Ich hatte Böses im Sinne ich hatte eine Schlinge vorbereitet in die Ihre Unschuld fallen sollte Aber der Allmächtige riß Sie gewaltsam aus meinen Armen Ich beharrte in meiner Auflehnung gegen seinen Willen ich verfluchte die harte Strafe die ich in so vollem Maße verdient hatte und anstatt mich zu unterwerfen trotzte ich der Hand die mich züchtigte Sie hat nicht aufgehört auf mir zu lasten und einer ihrer Schläge hat mich für immer gedemütigt Diese Kraft mit der ich eitel prahlte hat Gott so vollständig gebrochen daß ich in der Gewalt eines Kindes bin sei es daß es mir schaden will oder daß ich seines Beistandes bedarf So bin ich denn allerdings sehr spät aber mit zerknirschtem und reuigem Herzen auf die Knie gefallen mit dem aufrichtigem Wunsche mein Inneres mit dem Schöpfer aller Dinge zu versöhnen und ich hoffe Gnade vor seinen Augen gefunden zu haben denn das Liebste und Teuerste was ich auf Erden besitze ich habe es in dir wiedererlangt meine Jane Nach einem kurzen halblaut gesprochenen Gebete zu Gott streckte Rochester die Hand aus und bedeutete mir so daß er geführt sein wollte Ich nahm diese teure Hand und drückte meine Lippen darauf ehe ich sie um meinen Nacken und auf meine Schulter legte So diente ich ihm zugleich als Stütze und als Führerin Schweigend kehrten wir nach Ferndean-Manor zurück Achtzehnte Abteilung Der Waise Vermählung Am nächsten Dienstag wurde ich Mr Rochesters Gattin ich brauche Ihnen nicht zu lagen werte Freundin welche Gefühle an diesem Tage mich bestürmten und wie lebhaft die Erinnerung an den Tag bei mir wurde an welchem vor einem Jahr meine Hochzeit angesetzt war Unsere Trauung fand ohne andere Zeugen als den Priester und seinen Gehilfen statt Als wir aus der Kirche zurückkamen ging ich in die Küche wo John und Mary mit den Anstalten zum Mittagsmahl beschäftigt waren Meine Liebe sagte ich zu ihnen Mr Rochester und ich haben uns soeben ehelich verbunden Hier ist unser Hochzeitsgeschenk Mit diesen Worten legte ich eine Fünfpfundnote auf den Tisch Sie warfen kaum einen Blick darauf Ist es möglich Miß erwiderte Mary nun das freut mich herzlich Ich sah Sie wohl mit dem Herrn weggehen aber so etwas ahnte ich nicht Und ich sagte John mit einem Lächeln und einer ehrerbietigen Verbeugung ich habe es mir gedacht daß Mr Edward dies im Sinne hatte und ich glaube er hat wohl daran getan Ich schrieb nun