in England ist jawohl ist er in England und ich gebe Ihnen mein Wort daß er es sobald nicht verlassen wird Ich litt Höllenqualen und der Gastwirt schien es sich zum Vergnügen zu machen sie zu verlängern Er hat das Augenlicht verloren setzte er endlich hinzu er ist blind so steht es mit Mr Edward Ich hatte noch Schlimmeres gefürchtet denn ich hatte geglaubt er habe den Verstand verloren und ich faßte daher wieder ein wenig Mut um den Wirt zu fragen wie sich Mr Rochester dieses Unglück zugezogen habe Der Schreck und die großen Anstrengungen welchen er sich beim Feuer ausgesetzt hatte vielleicht auch die Flammen selbst veranlaßten ihm eine Augenentzündung in deren Folge er blind wurde Kein Arzt hat ihm seine Sehkraft wiederzugeben vermocht Und wo wohnt er In Ferndean einem Jagdschlosse das er ungefähr dreißig Meilen von hier besitzt Ein trauriger Aufenthalt Madame Ist hier nicht ein Wagen zu bekommen Wir haben ein zweispänniges Kabriolett Auch einen Kutscher Mein Sohn fährt Madame Dann lassen Sie auf der Stelle anspannen und wenn Ihr Sohn mich vor Einbruch der Nacht nach Ferndean bringen kann so will ich das Doppelte Ihrer gewöhnlichen Fahrtaxe bezahlen Siebzehnte Abteilung Reise nach Ferndean-Manor Mr Rochester hatte oft mit mir von Ferndean-Manor gesprochen einem kleinen Schlosse von altertümlicher Bauart das mitten in einem großen Walde lag Sein Vater hatte es gekauft nicht um der Wohnung selbst willen die er gern nur gemietet hätte sondern wegen der vortrefflichen Jagd in der Umgegend Da übrigens niemand dieses düstere und ungesunde Haus bewohnen wollte so blieb es ganz verlassen und vernachlässigt bis auf einige Zimmer welche der Besitzer innehatte wenn er sich zur Jagdsaison einige Wochen dort aufhielt Ungefähr eine Meile von diesem Schlosse stieg ich ab und schickte meine Equipage zurück da es nicht in meiner Absicht lag durch meine Ankunft Aufsehen zu erregen Der Himmel war trübe und es fiel ein feiner durchdringender Regen Unter dem dunklen Laube auf das er mit einem ununterbrochenen Rauschen herabträufelte suchte ich einige Zeit vergebens den Eingang dieser unsichtbaren Wohnung Endlich gelangte ich an ein eisernes Gittertor das in eine schmale Allee führte die aus einer Doppelreihe von Bäumen bestand welche nur einige Fuß voneinander gepflanzt waren1 ihre untersten Zweige hingen so tief herab daß sie sich mit dem ungepflegten Rasen vermischten In dieser dunklen Allee ging ich immer weiter ohne das Haus zu erreichen das ich bei jeder Krümmung zu erblicken hoffte Ich glaubte schon ich hätte mich geirrt und war im Begriff umzukehren als sich die Bäume lichteten und ich zuerst ein zweites Gittertor dann das Haus selbst erblickte das man kaum von dem Bäumen unterscheiden konnte da seine dunklen und mit ungesunder Vegetation bedeckten Mauern fast ganz die nämliche Farbe hatten wie die bemoosten Stämme und das feuchte Laub Als ich durch das Haupttor eingetreten war das sich nur vermittelst einer Klinke schloß befand ich mich in einem halbrunden Garten ohne Blumen und Beete wo ein mit Sand bestreuter Gang sich um einen regelmäßigen Nasenplatz zog Die