der Himmelsboten denen die erwählten Apostel nicht zu widerstehen vermochten Aber ich war kein Apostel und dieser Befehl von oben lähmte nicht ganz meine Willenskraft Saint-John Saint-John rief ich aus haben Sie ein wenig Mitleid mit mir Ich hatte einen Mann vor mir der in der Erfüllung dessen was er seine Pflicht nannte weder Mitleid noch Bedenklichkeiten kannte Gott und die Natur sprach er weiter haben Sie so ausgestattet wie die Gattin eines Missionars es sein muß Sie haben Ihnen die körperliche Schönheit versagt Ihnen aber Energie der Seele und des Geistes verliehen Sie sind nicht für die Liebe sondern für heilige Werke geschaffen Jane wenn ich Sie zur Gattin wünsche so geschieht es nicht um meines persönlichen Glückes willen sondern zum Nutzen meines erhabenen Gebieters Sie sind im Irrtum stammelte ich Sie sind im Irrtum ich versichere es Ihnen Mein Beruf ist nicht der den Sie meinen Saint-John war auf diesen Widerstand gefaßt er hatte ihn vorausgesehen seine wahrscheinliche Dauer berechnet und sich mit der nötigen Geduld und Beharrlichkeit gerüstet um ihn zu brechen Dies verriet sich aus seinem ganzen Benehmen als er an den Felsen gelehnt und die Arme über der Brust gekreuzt mit einer unerschütterlichen Ruhe alle meine Einwendungen einzeln zu widerlegen begann Auf die welche ich aus meiner Unwissenheit herleitete antwortete er mit dem Vorsatz mich zu unterrichten mich zu leiten und zu unterstützen bis zu der nicht fernen Zeit wo ich allein gehen und dann ihn nötigenfalls leiten könnte Wenn ich ihm sagte daß seine Worte durchaus keinen Eifer durchaus keinen frommen Ehrgeiz in mir erweckten so versicherte er mjr daß er mich seit zehn Monaten genau studiert und dabei die Überzeugung gewonnen habe daß ich einer unbegrenzten Hingebung fähig sei wenn meine Laufbahn einmal gewählt und meine Pflichten mir vorgezeichnet wären Er sagte er habe mich stets fügsam eifrig uneigennützig fleißig mutig heldenmütig und zugleich sanft gefunden und das Vertrauen das er in mich setze könne und müsse auch ich mir selbst bewilligen Ich erkannte die Notwendigkeit die beiden von dem würdigen Geistlichen an mich gerichteten Wünsche auf einmal entschieden abzulehnen Um ihn jedoch nicht zu beleidigen erbat ich mir eine Viertelstunde Bedenkzeit da ich von der richtigen Voraussetzung ausging daß meine Antwort ihm dann als das Resultat einer sorgfältigen Prüfung erscheinen und ihn verhindern würde mich mit weiteren Bitten zu bestürmen Er entfernte sich und ich sah in weiter Entfernung ihn zum Gebet knien und sich dann niedersetzen Nach einiger Zeit hatte Saint-John seinen Platz verlassen und ging langsam auf mich zu ich ging ihm entgegen Nun Jane fragte er mich Saint-John In dem ehrenden Antrag den Sie mir gemacht haben erkenne ich das Vertrauen mit welchem Sie mich beehren ich kann Ihnen aber nur wiederholen daß ich nicht den Beruf zu Missionswerken in mir erkenne Da Sie dies nun für Ihre Lebensaufgabe halten so kann ich nicht Ihre Gattin werden aber Sie sind mein Adoptivbruder und haben mich als Schwester angenommen Diese fingierte Verwandtschaft wollen wir fortbestehen lassen jedoch an keine engere