eine Person mit sonderbaren Gelüsten hielt die plötzlich Verlangen nach einem Stück trocknem Brotes fühlte Sie dem auch sein möge ich entfernte mich von dem Pachthofe und sobald mich der Mann nicht mehr sehen konnte setzte ich mich nieder um mein Brot zu essen Die acht kam heran und ich hatte kein Obdach Ich ging nach dem kleinen Gehölz das mich angelockt hatte Allein diese zweite Macht war nicht so still und warm als die erste Der Erdboden war feucht und die Luft kühl Mehr als einmal hörte ich nächtliche Spaziergänger vorüberkommen und da ich fürchtete von ihnen gesehen zu werden veränderte ich meinen Zufluchtsort Gegen Morgen fing es an zu regnen und mit kurzen Unterbrechungen regnete es den ganzen Tag Ich will Sie mit der weiteren Schilderung meiner Leiden verschonen Der Tag verging wie der vorige unter vergeblichem Suchen nach irgend einer Beschäftigung Wie gestern wurde ich überall abgewiesen wie gestern quälte mich der Hunger Esa ist Nacht ich bin weit von dem Dorfe entfernt und irre scheu und ganz durchnäßt in der schmutzigen Moorgegend umher ohne die geringste Hoffnung mehr aber vom Sturme und Regen vorwärts getrieben welche es mir unmöglich machten auf einer Stelle zu bleiben Ein Licht das ich anfangs für ein Irrlicht hielt zog meinen Blick auf sich und wurde der Zielpunkt meines Laufes Ich komme an ein langes niedriges Haus an dem ein einziges Fenster erleuchtet ist Ich werfe einen Blick hinein und sehe zwei junge Mädchen ihrer Aehnlichkeit nach zu urtheilen Schwestern am Kamin sitzen und lesen Neben ihnen strickt eine alte Dienerin Die jungen Dannen sind ganz in Trauer gekleidet aus einigen Bruchstücken ihres Gesprächs welche ich durch das Fenster vernahm erfuhr ich daß ihr Vater vor Kurzem gestorben war und daß sie diesen Abend die Zurückkunft ihres älteren Bruders erwarteten Ohne zu wissen was ich von dieser augenscheinlich achtbaren Familie hoffen durfte klopfte ich an die Thür Die alte Dienstmagd öffnete mir aber bei meinem Anblick malte sich ein sehr natürliches Mißtrauen in ihren Gesichtszügen Was wollen Sie woher kommen Sie fragte sie mich Ich bin hier fremd und wünsche nichts als ein Stück Brot und einen Winkel wo ich die Nacht zubringen kann Hier haben Sie einen Penny damit Sie sich Brot kaufen können aber ein Nachtlager haben wir nicht für eine Landstreicherin Lassen Sie mich mit Ihrer Herrschaft sprechen Wo denken Sie hin ich sollte sie mit einem Weibe sprechen lassen welche des Nachts und bei einem solchen Wetter im Freien umherläuft Nehmen Sie Ihren Penny und gehen Sie Die ehrliche Magd stieß in ihrem Eifer schon die Thür wieder zu Um des Himmels willen lassen Sie mich ein rief ich aus wenn Sie mich abweisen so ist es um mich geschehen Schon gut schon gut erzählen Sie Andern Ihre schönen Geschichten Sie würden nicht so viel Lärm machen wenn Sie das wären wofür Sie sich ausgeben wollen Sagen Sie Ihren Kameraden wenn Sie solche haben daß wir nicht allein sind daß wir einen Hausherrn und einen Kettenhund haben