allerlei Schmeichelhaftes wovon mir unter andern noch die Worte erinnerlich sind »Du bist schön wie eine Lilie Dann verließ er mich auf kurze Zeit um der Dienerschaft mehrere Befehle zu ertheilen Wenn wir aus der Kirche zurückkommen muß der Wagen in völliger Bereitschaft zur Abreise sein die Koffer müssen aufgepackt und der Kutscher auf dem Bocke sein hörte ich ihn seinen Dienern sagen Die kurze Zeit welche ich allein im Saal war benutzte ich um der Vorsehung die mich durch des Lebens Irrwege so wunderbar bis hierher geleitet hatte meinen Dank darzubringen und mir die schöne Bestimmung der ich nun entgegen ging durch folgende Betrachtungen zu vergegenwärtigen Herrlich sind der Almacht Werke Im Menschen schuf sie Kraft und Stärke Verband mit Mild und Weichheit sie Mann und Weib stehn Kraft und Milde Einander sich zum Schutz und Schilde Vermählt in schöner Harmonie Weit um sich wirkt die Kraft Wo stil die Milde schafft Und wenn die Stärke niederreißt Um aufzubau'n Erhält des Weibes sanfter Geist Sel’ges Loos das mir gefallen Sei hoch und theuer mir vor allen Geschenken aus des Vaters Hand Hoch und hehr ist Frauenwürde Empfängt des Lebens Glück und Bürde Als Segen einer Vaterhand Sie adelt und erhebt Der Kranz nach dem sie strebt Er ist der Frauen schönste Zier Giebt und erhält In Eintracht mit sich selbst sie hier Mit der Liebe milden Händen Die reinsten Freuden auszuspenden Hat Gottes Hand das Weib geweiht Wiederschaffen soll’s hienieden Der goldnen Zeit verlornen Frieden Im Schooße stiller Häuslichkeit Verwandelnd Trotz in Muth Der Leidenschaften Wuth Gebieten in des Mannes Brust Sanft sie bedräun Des schönen Sieges sich bewußt Soll des Lebens Last und Mühen Die Blumen die am Wege blühen Gleich theilen Lieb und Huld im Blick An die Kraft des Willens mahnen Beugt auf des Lebens rauhern Bahnen Das Herz des Mannes das Geschick Durch Treue bis in 's Grab Den Himmel zieh'n herab Auf die Erde und in sein Herz Und hoffend es Erheben über Weh und Schmerz In der Hausgenossen Mitte Sol es das Vorbild frommer Sitte Der Ordnung Zucht des Fleißes sein Unbefleckten Herzens wandeln In Glauben Lieb und Hoffnung handeln Mild wie des Mondes Silberschein Mit edlem Selbstvertraun Auf zu dem Himmel schaun Wenn der Verkennung Schmerz es beugt Vor Gott und sich des innern Friedens überzeugt Sel'ges Loos das mir gefallen Sei hoch und theuer mir vor allen Geschenken aus des Vaters Hand Froh geh ich dem Ziel entgegen Willkommen reicher Lebensfegen Willkommen heil’ger Pflichten Band O herrlicher Beruf Zu dem mich Gott erschuf Ehrwürdig sei und bleibe mir Gieb mir in dir Des Himmels Vorgefühl schon hier Dann ließ Rochester ein Frühstück für mich serviren aber es war mir unmöglich etwas von den aufgetragenen Speisen zu berühren Rochester war so beschäftigt daß er mein gezwungenes Fasten nicht bemerkte und er fragte mich nach einigen Minuten ob ich bereit sei Auf meine bejahende Antwort nahm er meinen Arm und zog mich so rasch mit sich fort daß ich Mühe hatte ihm zu