ein dumpfes schauerliches Gemurmel zu hören glaubte Ich würde in diesem Augenblicke viel darum gegeben haben wenn ich noch Licht gehabt hätte Die Nacht war ausnehmend dunkel und ich fühlte mich keineswegs in einer muthvollen Stimmung Während ich auf meinem Bett sitzend aufmerksam horchte erwachten tausenderlei beängstigende Gedanken in mir Indeß verstummte das Geräusch Ich versuchte wieder einzuschlafen aber mein Herz schlug mit einer unglaublichen Heftigkeit und es war mir unmöglich meine Aufregung zu beschwichtigen Die zweite Morgenstunde schlug an der nahen Schloßuhr In dem nämlichen Augenblicke war es mir als ob eine Hand an der Thür meines Zimmers hinstreifte als wenn Jemand durch den Corridor schlich Ich frage »Wer ist da Niemand antwortete Es ergriff mich eine fürchterliche Angst Bei näherer Ueberlegung erinnerte ich mich jedoch daß Pilot sich zuweilen wenn zufällig die Küchenthür offen gelassen wurde nach dem Zimmer seines Herrn schlich und sich vor der Thür desselben niederlegte wo ich ihn schon oft des Morgens gefunden hatte Dieser Gedanke beruhigte mich sogleich und ich legte mich wieder nieder Es herrschte das tiefste Schweigen und nichts beruhigt die aufgeregten Nerven besser als Stille Nach und nach kehrte der Schlummer zurück allein es war beschlossen daß ich diese Nacht nicht schlafen sollte Kaum begann ein noch verworrener Traum sich auf mein Lager herabzusenken so wurde er plötzlich durch ein gräßliches Geräusch verscheucht Es war ein dämonisches leises verhaltenes dumpfes Lachen das aus dem Schlüsselloche zu kommen schien Da das Kopfende meines Bettes der Thüre sehr nahe war so glaubte ich einen Augenblick dieses entsetzliche Lachen dicht an meinen Ohren zu vernehmen als rührte es von Jemandem her welcher sich über mich beugte Die Furcht von der ich ergriffen wurde läßt sich nicht beschreiben Ich fuhr empor und blickte mich entsetzt um aber ich sah nichts Mach einigen Sekunden ließ sich das nämliche Gelächter von Neuem hören und zwar diesmal ganz deutlich hinter der Thür Seine erste Bewegung war aufzuspringen und den Riegel vorzuschieben dann fragte ich noch einmal Wer ist da Ein halb unterdrücktes Stöhnen antwortete auf meine Frage Wenige Augenblicke nachher vernahm ich Schritte welche den Corridor entlang nach der Treppe zugingen auf der man in das dritte Stockwerk gelangte Ganz vor Kurzem war eine Thür am Fuße dieser Treppe angebracht worden ich hörte sie öffnen und wieder verschließen dann war Alles still Sollte es Grace Poole gewesen sein dachte ich bei mir und sollte sie vom Teufel besessen sein In meinem Zweifel schien es mir unmöglich nicht auf der Stelle zu Mistreß Fairfax zu gehen Ich zog daher ein Kleid an warf ein Tuch über meine Schultern zog den Riegel zurück und öffnete mit zitternder Hand die Thür Auf der Strohmatte des Corridors stand ein brennendes Licht Dieser Umstand fiel mir auf was mich aber in einem viel höheren Grade erschreckte war daß der Gang selbst mit Rauch angefüllt war Während ich mich nach allen Seiten umblickte woher er kommen könnte verspürte ich einen durchdringenden Brandgeruch Ich hörte etwas knarren es war eine angelehnte Thür Diese Thür