jenseits Millcote ich glaube es ist dort eine ganze Gesellschaft beisammen Lord Ingram Sir George Lynn Oberst Dent und Andere Erwarten Sie ihn heute Nacht zurück Nein morgen ebenso wenig ich glaube er wird eine Woche ganz wegbleiben wenn nicht länger wenn diese vornehmen Leute zusammenkommen ist alles so voll Eleganz und Fröhlichkeit so bemüht einander zu gefallen und zu unterhalten daß kaum ans Fortgehen gedacht wird Die Herren namentlich sind bei solchen Gelegenheiten ein sehr gesuchter Artikel und Mister Rochester ist so begabt so lebhaft in Gesellschaft daß er wie ich glaube von Allen auf den Händen getragen wird die Damen sind ihm besonders gut wiewohl Sie dies seinem Aeußern nach zu schließen kaum glauben würden wahrscheinlich ersetzen seine Talente und Kenntnisse vielleicht auch sein Reichthum und seine gute Abkunft alle diese kleinen Mängel Giebt 's in Leas auch Damen Wohl da ist Mistreß Eshton mit ihren drei Töchtern sehr eleganten jungen Fräuleins dann die schönen Ladies Ingram Blanche und Mary Ingram die erstere sah ich vor sechs oder sieben Jahren wo sie etwa achtzehn Jahre zählte Sie war zu Weihnachten hier bei einem Gesellschaftsballe den Mister Rochester gab Sie hätten das Speisezimmer an jenem Tage sehen sollen wie reich es geschmückt wie glänzend es erleuchtet war Ich denke es waren an fünfzig Herren und Damen zugegen sämmtlich den ersten Familien der Grafschaft angehörig und Miß Ingram war die Königin des Festes Sie sahen Sie Mistreß Fairfax Ist sie in der That so schön Wohl sah ich sie Die Flügelthüren des Speisesaales standen offen und da es Weihnachtszeit war erhielten sämmtliche Dienstleute die Erlaubniß in der Halle zusammenzukommen und zuzuhören wie einige Damen sangen und Musik machten Mister Rochester lud mich ein in den Saal zu treten und ich setzte mich in einen Winkel von wo aus ich meine Beobachtungen anstellte Nie hatte ich wohl einen glänzenderen Anblick die Damen waren prachtvoll gekleidet die Meisten wenigstens die jüngeren waren schön allein Miß Ingram war doch sicherlich die Krone von Allen Und wie sah sie aus Schlank eine schöne Büste runde Achseln ein langer graziöser Hals die Hautfarbe dunkel aber rein und durchsichtig edle Gesichtszüge Augen wie Mister Rochester 's seine groß und schwarz ihre Juwelen an Glanz überstrahlend Und dazu die schönen rabenschwarzen Haare geschmackvoll geordnet hinten eine Krone von dichten Flechten vorne die schönsten glänzendsten Locken die ich je zu sehen bekam Sie war ganz weiß angezogen eine bernsteinfarbene Schärpe deckte ihre Schultern ging über die Brust herab und fiel an der Seite geknüpft in langen mit Fransen besetzten Enden über die Knie Eine einzelne Blume von gleicher Farbe steckte in ihrem Haar sie bildete einen geschmackvollen Contrast mit den dichten ebenholzschwarzen Locken Natürlich wurde sie sehr bewundert Gewiß und nicht allein ihrer Schönheit sondern auch ihrer Talente wegen Sie war eine der Damen welche sangen ein Herr begleitete sie auf dem Piano Zuletzt trug sie mit Mister Rochester ein Duett vor Mit Mister Rochester Ich wußte ja gar nicht daß er auch singen kann Ei er hat