einmal erwähnt habe Hier blieb er plötzlich stehen „Könnten Sie mir nicht einen Schwamm besorgen “ fragte er mich „O ja.“ „Haben Sie nicht etwas Riechsalz oder aromatischen Essig “ „Ich habe etwas in meinem Zimmer.“ „Dann gehen Sie noch einmal hinunter und holen Sie mir diese Gegenstände.“ Ich kehrte immer mit der nämlichen Vorsicht in mein Zimmer zurück und ging dann wieder hinauf Rochester erwartete mich auf der nämlichen Stelle mit einem Schlüssel in der Hand Sobald er mich kommen sah öffnete er damit eine der kleinen schwarz angestrichenen Thüren welche in die Dachkammer führen mußten Auf der Schwelle hielt er mich zurück „Können Sie den Anblick von Blut ertragen “ Bei diesen Worten überlief es mich eiskalt allein dies hinderte mich nicht ihm kategorisch zu erwidern „Ich weiß es nicht ich habe es noch nicht versucht.“ „Geben Sie mir Ihre Hand “ versetzte er Eine Ohnmacht würde mir nicht angenehm sein.“ Nachdem er meine warme und feste Hand untersucht hatte ließ er mich mit der Bemerkung „ Es hat keine Gefahrr“ eintreten Das Zimmer war mir nicht fremd denn Mistreß Fairfax hatte es mir an dem Tage gezeigt als wir zusammen das Schloß in Augenschein nahmen Aber ein ganzes Feld der Wandtapete die ich nicht vergessen hatte war diesmal entfernt und ließ eine Thür blicken die es gewöhnlich verbarg Diese Thür stand offen und führte in ein ziemlich hell erleuchtetes Zimmer in welchem man eine Art Brummen vernahm ähnlich dem eines gereizten Thieres Rochester stellte sein Licht auf einen Tisch bat mich einen Augenblick zu warten und ging allein in das Nebencabinet Sein Eintritt daselbst wurde mit dem anfangs geräuschvollen und in ein dumpfes Gemurmel ausgehenden Gelächter begrüßt dessen Geheimniß nur Grace Poole kannte Sie befand sich also hier Ohne ein einziges Wort zu sprechen traf Rochester einige Anordnungen die ich mir nicht erklären konnte Dann aber kam er wieder zu mir und verschloß die geheime Thür hinter sich „Jetzt hierher Jane.“ Er zeigte auf ein großes Bett dessen Vorhänge zugezogen waren und um welches ich herumging Hinter demselben in einem großen Lehnstuhl saß ein Mann den Kopf zurückgelehnt und die Augen geschlossen Außer seinem Oberrocke war er vollständig angekleidet und als Rochester das Licht emporhob erkannte ich die bleichen und dem Anscheine nach leblosen Gesichtszüge des geheimnißvollen Fremden Mr Mason Ein einziger Blick genügte mir um zu bemerken daß seine Hand von der einen Seite ganz mit Blut getränkt war „Nehmen Sie das Licht sagte Rochester zu mir und halten Sie dies setzte er hinzu indem er mir ein Waschbecken reichte das er mit Wasser gefüllt hatte Dann wusch er mit dem eingetauchten Schwamme das leichenhafte Gesicht seines Gastes und hielt ihm zu wiederholten Malen mein Riechfläschchen unter die Nase Mason öffnete mit einem leisen Stöhnen die Augen Rochester entblößte nun den Arm und die Schulter des Verwundeten wusch beide sorgfältig und verband sie hierauf „Ist die Wunde gefährlich “ fragte der Kranke mit schwacher Stimme „Durchaus nicht “ erwiderte Rochester im Tone leichten Vorwurfs „eine ganz