entgegnete Grace “sie ist heimtückisch Jedenfalls sehen sie sich vor Jetzt “ „Lassen Sie nur “ sagte Rochester indem er sie auf die Seite schob „sie hat hoffentlich kein Messer und ich bin auf meiner Hut.“ Bei diesen Worten zogen sich die drei Gentlemen erschrocken zurück Mr Rochester hatte eben noch so viel Zeit um mich gleichsam hinter sich zu werfen denn die Wahnsinnige stürzte auf ihn zu Sie faßte ihn bei der Gurgel und versuchte es ihn in die Wange zu beißen So rangen sie eine oder zwei Minuten zusammen denn sie war ein starkgebautes kräftiges Weib das einem Manne gewachsen war Rochester hätte sie indeß mit einem einzigen Schlage zu Boden werfen können aber er wollte sie nur bändigen und dies gelang ihm auch Als diese Operation beendigt war wandte er sich an die entsetzten Zeugen dieser unglaublichen Scene und sagte mit einem schmerzlichen Lächeln das nur die Verzweiflung kennt „Dies ist meine Frau dies sind die Annehmlichkeiten welche sie meinem Leben zu bieten vermag Und hier ist Die “ setzte er hinzu indem er seine Hand auf meine Schulter legte “deren Schicksal ich mit dem meinigen verbinden wollte Wood Briggs Mason urtheilen Sie selbst über den Unterschied Vergleichen Sie diesen ruhigen reinen Züge mit jenem abschreckendem Gesicht diese schlanke Gestalt mit jener unförmigen Masse Ich fordere Sie Herr Pfarrer im Namen der Religion und Sie Herr Advokat im Namen des Gesetzes auf über meine Handlungsweise zu richten aber vergessen Sie nicht daß man einst für seinen Urtheilsspruch verantwortlich ist Jetzt können Sie sich entfernen.“ Wir ließen uns dies nicht zweimal sagen Rochester blieb zurück um Grace Poole einige Befehle zu geben Die Herren entfernten sich und ich blieb in meinem Zimmer wohin ich mich begeben hatte Schwach und erschöpft sank ich auf einen Stuhl Die süß erregte Braut das glückliche Idol die liebende Jungfrau war verschwunden und es blieb nichts mehr als das zur ewigen Einsamkeit und zu dem kalten Egoismus der Ehelosigkeit verurtheilte Mädchen Ihr Leben war entfärbt ihre Zukunft jeder Hoffnung beraubt Was Rochester selbst betraf so fühlte ich ohne ihn zu beschuldigen und ohne Haß oder Zorn gegen ihn zu empfinden daß er allen Anspruch auf mein Vertrauen verloren hatte und daß ich mich von ihm trennen mußte Er hatte mich nicht eigentlich hintergangen aber er liebte mich nicht so wie ich geglaubt hatte Von dem Wechsel der Ereignisse dieses Tages niedergeschlagen und ermattet schlief ich endlich auf meinem Stuhle ein Am Nachmittag als die Strahlen der untergehenden Sonne meine kummervolle Stirn beleuchteten öffnete ich die Augen wieder und stand auf um mein Platz zu verändern Die Nothwendigkeit Thornfield zu verlassen erschien mir als eine gebieterische Pflicht Ich ging langsam nach der Thür schob den Riegel zurück und trat in den Korridor hinaus aber bei dem ersten Schritt stieß ich mit meinem Fuß an einen Gegenstand den mein geblendetes Auge nicht sogleich unterscheiden konnte Ich war im Begriff zu fallen aber ein ausgestreckter Arm fing mich auf es war der Arm Mr Rochesters der