in dem Augenblicke als er sie erreichte stieß sie ein wildes Geheul aus nahm einen Anlauf und in der nächsten Sekunde lag sie zerschmettert auf dem Pflaster des Hofes.“ „Sie ist also tot “ „Ja Madame ich stehe Ihnen dafür denn die Steine waren mit ihrem Blute und ihrem Gehirn bespritzt Sie können mir glauben es war ein gräßlicher Anblick.“ Es schauderte den guten Mann noch jetzt bei der bloßen Erinnerung an den entsetzlichen Vorfall „Aber er erzählen Sie doch weiter “ „Das Haus brannte ganz ungestört nieder so daß nichts davon übrigblieb als die nackten Mauern.“ „Sie haben mir gesagt daß Mr Rochester nicht tot sei “ „Nein er ist nicht tot aber ich kann Ihnen versichern daß sein Zustand nicht viel besser ist “ „Wie so Warum Wie meinen Sie das Ist er in England oder wo ist er “ Das Blut erstarrte in meinen Adern „Ob er in England ist ja wohl er ist in England und ich gebe Ihnen mein Wort daß er es sobald nicht verlassen wird.“ Ich litt Höllenqualen und der Gastwirt schien es sich zum Vergnügen zu machen sie zu verlängern „Er hat das Augenlicht verloren “ setzte er endlich hinzu „er ist blind so steht es mit Mr Edward.“ Ich hatte noch Schlimmeres gefürchtet denn ich hatte geglaubt er habe den Verstand verloren und ich faßte daher wieder ein wenig Mut um den Wirt zu fragen was Mr Rochester dieses Unglück zugezogen habe „Der Schreck und die großen Anstrengungen welchen er sich beim Feuer ausgesetzt hatte vielleicht auch die Flammen selbst veranlassten ihm eine Augenentzündung in deren Folge er blind wurde Kein Arzt hat ihm seine Sehkraft wiederzugeben vermocht.“ „Und wo wohnt er “ „In Ferndean einem Jagdschlosse daß er ungefähr dreißig Meilen von hier besitzt Ein trauriger Aufenthalt Madame “ „Ist hier nicht ein Wagen zu bekommen “ „Wir haben ein zweispänniges Cabriolet.“ Aluch einen Kutscher “ „Mein Sohn fährt Madame.“ „Dann lassen Sie auf der Stelle anspannen und wenn Ihr Sohn mich vor Einbruch der Nacht nach Ferndean bringen kann so will ich das doppelte Ihrer gewöhnlichen Fahrtaxe bezahlen.“ 17 Kapitel Reise nach Ferndean-Manor Mr Rochester hatte oft mit mir von Ferndean-Manor gesprochen einem kleinen Schlosse von altertümlicher Bauart das mitten in einem großen Walde lag Sein Vater hatte es gekauft nicht um der Wohnung selbst willen die er nur gern gemietet hätte sondern wegen der vortrefflichen Jagd in der Umgegend Da übrigens niemand dieses düstere und ungesunde Haus bewohnen wollte so blieb es ganz verlassen und vernachlässigt bis auf einige Zimmer welche der Besitzer inne hatte wenn er sich zur Jagdsaison einige Wochen dort aufhielt Ungefähr eine Meile von diesem Schlosse stieg ich ab und schickte meine Equipage zurück da es nicht in meiner Absicht lag durch meine Ankunft Aufsehen zu machen Der Himmel war trübe und es fiel ein feiner durchdringender Regen Unter dem dunkeln Taube auf das er mit einem ununterbrochenen Rauschen herabträufelte suchte ich einige Zeit vergebens den Eingang zu dieser unsichtbaren Wohnung Endlich gelangte ich