versuchen ihr die Liebe welche Eltern für ihre Kinder haben durch warme Teilnahme wenigstens oder besser auch durch Liebe zu ersetzen Teilnahme Habe ich sie denn nicht für sie Vielleicht aber Sie geben sie dem Kinde nicht zu erkennen Nicht zu erkennen Ist sie nicht so eben beschäftigt mit den Beweisen meiner Teilnahme und sind sie nicht vollkomnmen ausreichend um sie mit der höcsten Befriedigung zu erfüllen sagte er mit einemt spöttischen Lächeln h Herr Sie wollen mich nicht verstehen oder Sie haben keinen Begriff davon wie wohlthuend für ein verwaistes Kinderherz die Teilnahme und Liebe seiner Umgebung ist wie unter ihrem Sonnenschein die edelsten Blüten sich entfalten und wie im Gegenteil Kälte und Gleichgültigkeit die schönsten Keime ersticken Oh wenn Sie es lernten Herr sich die Liebe derer zu erwerben denen Sie Gutes thun Sie würden einen Schatz beseligender wohlthuender Erinnerungen erwerben die wohl im stande sein könnten die trüben welche Sie quälen zu verdrängen Oh Sie ernsthafter kleiner Prediger Sie glauben an Ihre Worte ich weiß es sagte er mich halb mitleidig halb traurig anblickend Können Sie auch lachen Miß Eyre fragte er plötzlich Sparen Sie sich die Antwort ich sehe Sie lachen selten aber Sie können sehr heiter lachen Die Zurückhaltung welche man Sie in Lowood gelehrt ist ihnen noch eigen und beherrscht Ihre Mienen dämpft Ihre Stimme und bestimmt Ihre Bewegungen und Sie sind in Gegenwart eines Mannes Vaters Bruders oder Herren wenn deshalb küßte ich sie vielleicht heute inniger als gewöhnlich und sagte in einem wärmeren Tone als sonst Schlaf wohl mein Liebling Sie schlang ihre Armchen um meinen Hals drückte mich fest an sich und ie rons simo flüsterte sie mir ins Ohr äormek-bien mu ckurs Iaeemoisolle Jeannetts Fünfzehntes Kapitel Ich sah jetzt Mr Rochester häufiger Wenn Adele und ich spazieren gingen so gesellte er sich mitunter zu uns auch wurde ich zuweilen in die Bibliothek entboten um ihm vorzulesen ich hatte auch dann und wann Gelegenheit ihn im Verkehr mit seinen Untergebenen zu beobachten Er war gegen sie oft ungerecht streng besaß viel Stolz und Sarkasmus und eine Unduldsamkeit gegen geistige Flachheit die aller Beschreibung spottete er war auch launisch und unberechenbar in seiner Laune sein Gesicht hatte oft einen mürrischen zuweilen einen fast bösen Ausdruck aber trotz alledem konnte ich mich der Überzeugung nicht erwehren daß ihn nur ein widriges Geschick zu dem gemacht hatte was er jetzt zu sein schien daß er von Natur ein wohlwollendes Gemüt einen für das Schöne und Gute empfänglichen Sinn und viele edle Eigenschaften besaß welche nur die Verhältnisse zum Teil unterdrückt hatten und die Erziehung zum andern Teil zu entwickeln versäumt hatte Ich kann nicht leugnen daß ich ihn von Herzen beklagte und viel darum gegeben hätte wenn ich ihn hätte von dem Kummer befreien können der auf ihm lastete es war die Dankbarkeit welche mich das wünschen ließ denn gegen mich war er immer gütig und wenn ich auch seine Fehler nie vergaß so verbanden sich mit seiner Erscheinung für mich doch so viele