eine Dame mit gepudertem Haar und einem Perlenhalsbande darz An der Decke hing eine Lampe von Bronze und an der einen Wand stand eine große Uhr deren Gehäuse künstlich aus Eichenholz geschnitzt war und das die Zeit und häufiges Pdlieren so glänzend wie Ebenholz gemacht hatten Dies alles erregte meine Bewunderung es sah so stattlich und großartig aus Eine Glasthür führte aus der Halle ins Freie sie stand offen und ich trat hinaus Es war ein schöner Herbstmorgen die Sonne schien hell auf die bräunlich gefärbten Wälder und die noch grünen Felder Ich trat in die Mitte des Grasplatzes und überschaute von dort aus die Front des großen Herrenhauses Es war drei Stock hoch von stattlicher wenn auch nicht großartiger Ausdehnung und machte nicht den Eindruck eines aristokratischen Wohnsitzes wohl aber der Heimstätte eines wohlhabenden Gentlemans Zinnen liefen um das Dach des Gebäudes und gaben ihm ein malerisches Ansehen Krähen nisteten hinter diesen Zinnen sie flogen jetzt krächzend in großen Scharen über die Grasplätze und das Buschwerk hin und ließen sich auf einer großen Wiese nieder welche nur durch einen eingefallenen Zaun vom Parke getrennt war in dessen Nähe mächtige alte Hagedornbüsche standen stark knotig und fast so dick wie Eichen ihr Anblick machte mir auf jenigen in der Nähe von Lowood die so rauh und starr zwischen uns und der Welt standen nein es waren sanfte freundliche Höhen welche Thornfield wie schützend umschlossen daß kein Laut von dem unruhigen Treiben in Millcote herüber drang An einem dieser Hügel zog sich ein Dörfchen empor dessen Dächer von Bäumen beschattet waren die Kirche welche Thornfield näher lag schaute durch eine Lichtung des Parks ich genoß mit Entzücken den friedlichen Anblick die köstliche frische Luuft ergöhte mich am Geschrei der Krähen und übersah das große graue Wohngebäude denkend welch ein ausgedehntes Besitztum es für eine so einsame kleine Dame wie Mrs Fairfax wäre als diese selbst in der Thür erschien Wie schon draußen sagte sie Sie sind keine Langschläferin wie ich sehe Ich ging auf sie zu und wurde mit einem herzlichen Kuß und Händedruck empfangen Wie gefällt Ihnen Thornfield fragte sie Ich antwortete ihr daß es mir sehr gefiele Ja sagte sie es ist ein schönes Gut aber ich fürchte die Wirtschaft wird sehr in Unordnung geraten wenn sich Mr Rochester nicht entschließen kann hier für immer seinen Wohnsitz zu nehmen oder wenigstens häufiger her zu kommen Große Besitzungen fordern das wachsame Auge des Herrn Mr Rochester rief ich aus Wer ist das Der Besitzer von Thornfield antwortete sie ruhig Wußten Sie nicht daß er Rochester heißt Das wußte ich in der That nicht ich hatte bisher nicht das Geringste von seinem Dasein gehört aber die alte Dame schien vorauszusetzen daß er jedermann bekannt sein müßte Ich glaubte fuhr ich fort Thornfield gehörte Ihnen Mir Welche Idee liebes Kind Mir Ich bin nur die Haushälterin die Wirtschafterin Freilich bin ich von mütterlicher Seite den Rochesters entfernt verwandt oder wenigstens mein Mann er war Geistlicher Prediger in Hay jenem kleinen Dorfe dort