fast unbezwinglicher Sehnsucht erfüllt Wie dankbar wäre ich dem Menschen erfüllen sollte in einer anderen Form gemacht So sah ich mit verbittertem Gemüte in ihr nur die Verbannung vom Vaterhause Warum schickte er meinen Bruder nicht fort Er war älter als ich und hatte ein früheres Anrecht auf die Genüsse des Lebens als ich aber von ihm konnte er sich nicht trennen an ihm hing sein ganzes Herz mich wollte er dagegen los sein mich haßte er Mit solchen Empfindungen und ohne ein Wort des Dankes nahm ich meines Vaters Anerbieten an Wohl that mir das Herz weh als der Tag meiner Abreise heranrückte mein Vater war alt ich sollte mich auf lange von ihm trennen Werde ich ihn jemals wiedersehen fragte ich mich Es gab Augenblicke in denen ich mich hätte an seine Brust werfen und ihn bitten mögen Vater laß alles vergessen sein was zwischen uns stand und gieb mir Deine Liebe aber der Trotz siegte über meine besseren Gefühle wir trennten uns unversöhnt mit kaltem Händedruck So lange ich noch in meinem Vaterlande war konnte ich mich nicht von einem gewissen Schuldbewußtsein frei machen und meine Stimmung war eine recht gedrückte als ich aber nach Dover kam um mich nach Frankreich einzuschiffen und immer mehr neue Eindrücke meine Sinne und Gedanken gefangennahmen da meldete sich die Stimme des Gewissens immer leiser und seltener Ich kam nach Paris Sie kennen noch nichts von der Welt Miß Eyre und können sich keinen Begriff davon machen welchen Zauber diese Stadt mit ihrer Eleganz ihren berauschenden Vergnügungen ihrem ganzen fröhlichen Treiben auf die Jugend ausübt mir schien sie die Perle der Welt zu sein und ich konnte mich gar nicht wieder von ihr trennen Hier war es wo ich Mason kennen lernte Ich schloß mich an den guten leichtlebigen Burschen um so inniger an als ich niemand hatte dem ich mich sonst mitteilen konnte und der Jugend ist Mitteilung ein Bedürfnis Ihnen nicht ich weiß es wohl sagte er mich ansehend aber Sie find auch eine Ausnahme und nicht nur hierin allein Mason lebte in bescheidenen Verhältnissen mit seiner Mutter und Schwester zusammen wie er sagte er bildete sich zum Naturforscher aus fand aber bei seinem Studium immer noch Zeit mir einen guten Teil des Tages zu widmen So waren wir fast unzertrennlich und ich kam mir ganz verlassen und unglücklich vor als der Freund einige Tage gänzlich ausblieb Ich hatte mich nicht einmal darum bekümmert wo er wohnte und als mich endlich bei seinem längeren Ausbleiben die Sorge ergriff es möchte ihm ein Unfall zugestoßen sein da konnte ich mir nicht einmal Beruhigung dadurch verschaffen daß ich ihn aufsuchte Endlich kam ein Billetchen von ihm das meine Befürchtungen bestätigte er hatte durch einen Sturz von der Treppe den Fuß gebrochen und bat mich seine Adresse beifügend daß ich ihn aufsuchen möchte Ich eilte sogleich zu ihm In einer bescheidenen aber behaglichen Wohnung empfingen mich eine würdige Matrone und ein junges Mädchen von so bezaubernder Anmut und Kindlichkeit daß ich meinte