mein Zimmer und bete für Onkel Reed's Gesundheit aber nicht wahr Miß Sie haben die Güte mich zu benachrichtigen wenn ihm meine Anwesenheit nicht mehr stört und ich ihn wiedersehen kann und darf Gewiß Jane Du kannst Dich auf mein Wort verlassen antwortete die Gouvernante Zwei volle Tage hindurch blieb Jane auf ihr Zimmer zurückgezogen ohne den geringsten Versuch zu machen in das Krankenzimmer zu gelangen sie beschränkte sich unter sichtlichem schweren Kampfe auf die Nachrichten welche ihr Bessie über ihres Onkels Befinden brachte und dankte Gott in heißem Gebete dafür daß er dem Teuren Hilfe und Rettung angedeihen ließ Leider aber war dies nicht der Fall Ungeachtet aller aufgewendeten ärztlichen Wissenschaft und der wirklich sorgfältigsten Pflege wiederholten sich die Blutverluste in so verstärktem Maße daß die Kräfte des sonst so rüstigen Mannes merklich schwanden Dabei schweiften seine Augen ängstlich suchend in der Stube umher und blickten traurig nieder da sie den so sehnlich gesuchten Gegenstand anscheinend nicht gefunden hatten Die Unruhe prägte sich immer deutlicher in den Zügen des Patienten aus so daß Doktor Fowler ihn besorgt fragte sehen fragte der Kranke leise und besorgt Ist sie unwohl Warum kommt sie nicht zu ihrem Onkel Jane scheut sich Dich zu sehen und fürchtet Dich zu belästigen antwortete seine Gattin mit Verlegenheit und Unwillen zugleich Ihr Geplauder wird Dich aufregen Georg Zimmer nicht verlassen und beschränkt sich darauf durch Bessie Nachrichten über Dein Befinden zu erhalten Ich mußte wohl danach annehmen daß sie nicht gern in ein Krankenzimmer gehen will Ich möchte das liebe Kind aber gern einmal sehen Doktor Glauben Sie daß Ihr Geplauder meinem Befinden Nachteil bringen könnte Antworten Sie mir ohne Scheu Unbedenklich können Sie die Kleine in Ihre Nähe bringen lassen Mister Reed bestätigte der Arzt ja ich denke Ihr Geplauder wird Sie zerstreuen und Ihnen sogar nützlich sein Mit John kann ich mich nicht lange unterhalten erwiderte Reed er ist so unruhig und seine Stimme klingt so schneidend auch scheint er lieber im Freien zu sein als bei seinem Vater Du thust John Unrecht Georg warf Sarah fast heftig ein er liebt Dich eben so zärtlich wie Jane wenn er es auch nicht so offen und unverhohlen zeigen kann wie diese Recht magst Du haben Sarah erwiderte Reed aber ich kann mir nicht helfen ich sehne mich nach Jane 's Anblick Die sanften Augen dieses Kindes wirken wohlthuend auf mich Mistreß Reed verließ mit ungeduldiger und beleidigter Miene das Zimmer um ihres Gatten Wunsch zu erfüllen und Jane herbeizuholen sie that es freilich aber nur höchst ungern Sie kränken Ihre Gattin Mister Reed sprach der Arzt ernst zu seinem Patienten wenn Sie an der Liebe Ihres Sohnes zu Ihnen zweifeln und dies ungescheut vor mir aussprechen John hat kein Herz Doktor ich täusche mich nicht Sehen Sie nicht wie begierig er die Gelegenheit ergreift aus meinem Zimmer hinaus zu kommen wie er stets darauf sinnt John ist ein kräftiger Knabe Mister Reed den die Stubenluft beängstigt Sie wollen mich trösten ich verstehe Sie und bin