über den schönen Abend beschäftigt als daß er von dem kleinen Vorkommnisse das Geringste bemerkt hatte besonders entzückte ihn eine herrliche Doppelflinte welche er aus Holstein wo er früher gewesen war von einem seiner Freunde als Weihnachtsgeschenk übersandt erhalten hatte Seine Frau und seine Kinder verstanden seine Freude nicht und hatten nur für ihre Geschenke Augen und Gedanken die kleine Jane aber trat teilnahmsvoll zu ihrem Onkel und fragte recht treuherzig Onkel Reed was für ein glänzendes Ding hast Du da zum Weihnachtsfest erhalten Das ist ein Jagdgewehr meine liebe Jane mit welchem man Die Waise von Lowood die Tiere im Felde und im Walde töten kann wenn sie zu zahlreich werden Tötest Du auch Tiere Onkel Reed Ich würde das nicht können Ich thue es auch nur wenn ich muß und zuweilen ist es sogar nötig daß es geschieht Da freuest Du Dich wohl recht sehr über Dein schönes Jagdgewehr Gewiß freue ich mich mein Kind aber nicht allein über das Gewehr sondern noch viel mehr darüber daß derjenige Mann welcher es mir geschenkt hat mich nicht vergessen hat und noch nach Jahren in Freundschaft und Liebe meiner gedenkt Das muß ein recht guter Mann sein Onkel Reed Das ist er auch meine liebe Jane und noch dazu bin ich ihm zu großem Danke verpflichtet und müßte ihm eigentlich Geschenke übersenden Bei ihm bin ich zwei Jahre lang gewesen und habe in seiner Familie als Kind des Hauses gelebt bei ihm habe ich gelernt was mir noch fehlte um mein Besitztum hier in guten Zustand zu bringen damit ich mit der Tante Sarah und meinen Kindern davon leben und auch Anderen Gutes thun kann Du guter Onkel thust mir und meiner Mama so sehr viel Gutes Du mußt den Onkel nicht loben Jane er hört das nicht gern mischte sich Mistreß Reed plötzlich in das Gespräch das für sie keine angenehme Wendung zu nehmen schien und ihr Herz mit Groll erfüllte den sie freilich nicht offen zu zeigen wagte Sie tröstete sich aber mit dem Gedanken daß sich doch einmal Gelegenheit bieten werde um sich von den ihr immer lästiger werdenden Verwandten zu befreien Die Arbeiten dieses Tages fuhr sie nach einer kurzen Pause fort in welcher sie eine Antwort ihres Gatten erwartet hatte haben mich doch mehr angegriffen als ich erwartet hätte ich fühle mich ermüdet und wünsche daß wir den Abend abbrechen und uns zur Ruhe begeben Georgine und John baten und bestürmten die Mutter daß sie noch bleiben möge und sich an ihren Geschenken erfreuen solle Anna und Jane aber brachen sofort auf um Mistreß Reed's Wunsch zu erfüllen Jane ging auf sie zu und sagte teilnehmend Gute Nacht Tante Reed schlafe recht gut damit Du morgen früh wieder gesund wirst Gute Nacht Onkel Reed morgen früh erzählst Du mir wieder von Deinem guten Freunde Nehmt Euch ein Beispiel an diesem braven und folgsamen Mädchen sprach Reed ernst zu seinen Kindern und quält die Mutter nicht weiter wenn sie sich angegriffen fühlt Nach diesen Worten mußten