anfänglich nur auf acht Tage berechneten Aufenthalt auf 1 Tage erweiterte Wäre es nicht herrlich bemerkte sie einmal gesprächsweise zu ihm wenn wir beständig in London leben und unsere Kinder an unseren Freuden teilnehmen lassen könnten Gewiß wäre es das antwortete er aber um dies ausführen zu können müßte ich bedeutend reicher sein Gateshead bringt uns ein anständiges ja reiches Auskommen wollte ich dasselbe jedoch in Pacht geben so würde es kaum die Hälfte dessen ertragen was ich mit meiner eigenen Bewirtschaftung erziele Wird diese Summe nicht für unseren Aufenthalt in London ausreichen können Auch dieser würde zu bestreiten sein aber ich habe noch an wichtigere Dinge zu denken liebe Sarah Es ist Dir bekannt daß nach meinem Tode unseren Landesgesetzen zufolge mein ganzes Besitztum in John 's Hände übergeht und Du wie Georgine allein von ihm und seinem Willen abhängig sind und das ist gegen meine Grundsätze So glaubst Du daß unser lieber guter John uns sein Herrenrecht empfinden ließe Mit bloßem Glauben Sarah rechne ich nicht gern ich muß sicher darauf zählen können daß Du frei und unabhängig nach meinem Tode den Gott frühzeitig verhüten möge dastehen kannst und für Georgine ein anständiges Heiratsgut bereit liegt Du beschäftigest Dich ohne Not mit unserer Zukunft lieber Georg John hat das trefflichste und beste Herz er liebt mich zärtlich und würde Alles für mich hingeben Es sollte mich sehr freuen wenn sich Deine Überzeugung bewahrheiten sollte ich für meine Person muß Gewißheit haben wenn ich Weib und Kind für alle Fälle geborgen sehen soll Doch brechen wir ab von diesen ernsten Dingen und überlassen wir uns der Gegenwart beendigen wir unsere Anwesenheit in London und kehren wir nach unserem Haushalt zurück Mistreß Reed gewahrte daß sie an dem Punkte angelangt war wo sie ihres Gatten Willen schon mehrmals unbeugsam gefunden hatte und wenn sie auch sich eingestehen mußte daß Reed nur in ihrem und Georgine 's Interesse handelte so kränkte sie es tief daß er an John 's Herzen zweifelte das sie selbst für völlig rein und makellos hielt So haben wir Beide zu Eingang dieses Kapitels wieder auf ihrem Landsitze angetroffen und zwar mit Vorbereitungen für das Weihnachtsfest beschäftigt gefunden das in England freilich nicht in dem gleichen Maße feierlich begangen wird wie bei uns aber Reed hatte einige Jahre auf einem deutschen Landgute zu seiner Ausbildung verlebt dabei den eigentümlichen Zauber dieses herrlichen Familienfestes auf die Herzen der Kinder kennen gelernt und es in Folge dessen in seinem eigenen Hause eingeführt An dem Festabende selbst wäre es jedoch beinahe zu unerfreulichen Auftritten gekommen da John sich seiner Meinung nach der kleinen Jane gegenüber zurückgesetzt sah und nach mehreren Stücken Spielzeug derselben das heftigste Verlangen zeigte Nur mit Mühe gelang es Jane 's Mutter den Zorn des Knaben zu besänftigen und niederzuhalten indem sie ihm bereitwillig die verlangten Dinge überließ und auch ihre Jane zu besänftigen welche sich nur ungern von Geschenken trennte welche sie ihres Onkels Güte zu verdanken hatte Reed selbst war zu sehr mit seiner Freude