dieses Weib das Sie von zarter Kindheit an gehaßt hat und Sie noch haßt weil Ihre unnatürliche Tante es von Ihnen fordert Woher wissen Sie Herr daß Mistreß Reed Weil ich durch einen Zufall nur und fast wider meinen Willen unsichtbarer Teilnehmer an Ihrer ganzen Unterredung geworden bin Nein Herr nicht Mistreß ist die Veranlassung aber sie bestärkte mich in meinem Vorsatze ich war schon vorher über diesen Schritt mit mir zu Rate gegangen So Und seit welchem Augenblicke Seit dem Augenblicke in welchem Sie von Ihrer Verheiratung sprachen Ja Miß Eyre ich denke zu heiraten und zwar recht bald Dann wird Adele auf ein Institut gebracht werden und einer Erzieherin nicht bedürfen Das könnte sich leicht ereignen Georgine scheint dem Mädchen und überhaupt den Kindern im allgemeinen nicht gewogen zu sein Und Sie mögen mit meiner Frau nicht unter einem Dache weilen Sie mögen Georgine nicht leiden Miß Eyre Gewiß nicht Herr ich hasse sie nicht Ich habe nur die Überzeugung daß in Ihrem Hause kein Platz mehr für mich ist sobald Sie verheiratet sind Das scheint mir beinahe auch so aber wo wollen Sie für den Augenblick hin Miß Wenn Sie unserer Unterredung beigewohnt haben so müssen Sie auch gehört haben daß ein Bruder meiner Mutter lebt und mich zu sich verlangt hat Ach ganz Recht ich habe so vieles Seltsame in den letzten Stunden erlebt daß ich diese Wendung Ihres Schicksals bereits wieder vergessen habe Sie gehen zu Ihrem Onkel nach Madeira aber bedenken Sie das ist ein weiter Weg und erst müßten Sie doch noch einmal schreiben ob er jetzt noch lebt und Sie auch noch haben will er hat wie ich vernommen keine Antwort auf seine Briefe erhalten er kann glauben daß Sie nicht mehr am Leben seien und ein anderes Mädchen als Nichte angenommen haben Bedachten Sie das auch Miß Eyre Oder wollen Sie vielleicht nicht mehr gehen 8 Es ist bedacht Herr Mistreß Harleigh hat mir einstweilen ein Unterkommen bei einer Ihrer Verwandten in Hay Laine angeboten aber ich habe das nicht angenommen ich mag auch nicht in der Nähe dieses Hauses bleiben Eine meiner früheren Lehrerinnen und spätern Collegin Miß Temple welche jetzt verheiratet ist wird mich bereitwillig für einige Zeit aufnehmen wenigstens so lange bis ich Nachricht von meinem Onkel haben werde Sie haben Alles trefflich vorbereitet Jane Eyre und sich auf jeden Fall gerüstet aber ich sehe jetzt recht deutlich ein daß dieser Weg nicht zu Ihrem Glücke nicht zum Frieden Ihres Herzens führt und ich will daß Sie glücklich werden sollen Sie bleiben in meinem Hause ich entbinde Sie Ihres Wortes nicht Nun wählen Sie Herr das ist nicht großmütig an mir gehandelt Sie verdammen mich zu einem Leben das ich nicht ertragen kann Sie legen meinem Herzen täglich neue Qualen auf an denen es endlich zu Grunde gehen muß Ich kann nicht bleiben wenn Sie verheiratet sind Auch dann nicht Jane Eyre wenn Sie selbst mein Weib würden wenn ich Ihnen selbst meine Hand antrüge wenn ich Ihnen