ich eine Verwandte bei welcher Sie bleiben können bis Sie in England eine andere Stelle als Erzieherin gefunden haben ja auch der Lord wird Ihnen hierbei dienlich sein können Mistreß Harleigh Sie überhäufen mich mit Ihrer Güte aber ich möchte einen Ort haben an dem man mich gern sieht und an welchem ich für immer bleiben kann und einen solchen hoffe ich bei meinem Onkel zu finden sonst würde er mich ja nicht zu sich haben wollen Würden Sie denn bei uns bleiben wenn Ihre Tante und die hochmütige Lady Clarens nicht dazwischen getreten wären und Ihr Weggehen verlangt hätten Ich wäre hier geblieben bis man meiner nicht mehr bedurfte denn ich habe mich noch niemals auf Erden so zufrieden so glücklich gefühlt wie in Thornfield Und was hätten Sie Ihrem Onkel für eine Antwort erteilt Daß ich durch einen Vertrag gebunden sei und ohne mein Wort zu brechen aus demselben nicht scheiden könne späterhin würde ich seinem Rufe Folge leisten wenn ihm dann meine Gegenwart noch wünschenswert erscheinen solle Sind Sie denn durch einen Vertrag wirklich an uns gebunden Kindchen Ich habe in einer Unterredung mit Lord Rochester ihm das Wort geben müssen sein Haus nicht eher zu verlassen als bis er mich fortschicken würde Jetzt ist der Fall aber nun eingetreten daß ich ihn bitten muß mich fortzuschicken und er wird mir so weit ich seinen Charakter beurteilen kann diese Bitte nicht abschlagen können Ein solches Versprechen haben Sie gegeben Kindchen Das war nicht klug von Ihnen Lord Rochester pocht auf Ihr Wort und Sie werden gegen Ihren Willen vielleicht bei uns aushalten müssen Sie staunen Denken Sie an mich es wird so ausfallen Auch wenn ich ihm den wahren Grund meines Scheidens mitteilen werde Vielleicht Ich habe ihn erst gesprochen wegen Ihnen und da entschlüpfte ihm eine Äußerung welche mich eine solche Willensmeinung bei ihm mutmaßen läßt Lea 's Eintritt unterbrach die Unterredung Der Herr läßt Mistreß Harleigh ersuchen Vorkehrungen zu treffen daß auch der heute eingetroffene Kapitän Whitfield der Bruder von Mistreß Reed auf Thornfield für eine oder mehrere Nächte bleiben könne berichtete Sam 's Gattin Gut ich werde es besorgen Lea Kindchen ich muß Sie verlassen aber wir sprechen uns noch einmal ehe Sie gehen Keine Übereilung also ohne mich noch gehört zu haben Jane war wiederum allein und überlegte ob sie mit ihrem Entlassungsgesuche warten solle bis zum nächsten Tage oder ob sie heute noch und zwar stehenden Fußes sich an Lord Rochester wenden solle Hatte sie heute noch Gelegenheit so hielt sie den ersten Augenblick für den besten und so war sie entschlossen den Lord noch heute aufzusuchen Wie sie noch überlegte fiel ihr Blick auf die beiden ihr von Mistreß Reed übergebenen Briefe ihres Onkels und sie hielt es für einen Akt der Undankbarkeit dieselben noch nicht näher angesehen zu haben Sie öffnete den ersten Brief und erfuhr daraus genau dasselbe was Mistreß Reed ihr bereits mitgeteilt hatte zu ihrer Beruhigung und Zufriedenheit aber sprach sich in den Zeilen ihres Onkels ein