Niemand besser wie sie selbst Lord Rochester erschien über ihre Gesangsfertigkeit ganz entzückt und ruhte nicht eher als bis sie mit ihm einige Duette vortrug worüber die ganze Gesellschaft in laute Beifalls und Freudenbezeigungen ausbrach und mehrfach um Wiederholungen bat Mistreß Reed die sich stets zurückhielt und ihre gedrückte und düstere Stimmung welche sie nicht verleugnen konnte als die Folge eines vorübergehenden Unwohlseins angab war während dieser Vorträge wie umgewandelt ihr Auge leuchtete stolz wenn es auf Georgine 's blühender Gestalt ruhte und ihre Züge strahlten je schöner und voller die glockenreinen Töne von Georgine 's wunderbarem Mezzosopran zu ihrem Ohre drangen Streifte ihr Blick zufälliger Weise einmal Jane 's unscheinbare Figur welche in ihrer Bescheidenheit eigentlich einen ziemlich dürftigen Eindruck machte so war nur Verachtung in ihren Mienen zu lesen Sobald aber Georgine 's Stimme verstummte und Lord Rochester seine Aufmerksamkeiten einer anderen Dame zuwandte oder gar Janens Benehmen und Züge flüchtig aber scharf beobachtete da fühlte sie sich weniger siegesgewiß und konnte sich eines leisen Schauers und einer bangen Ahnung für die Zukunft nicht ganz enthalten Länger als eine Stunde war musiziert und gesungen worden als Lord Francis darauf drang daß man nunmehr an die Aufführung der lebenden Bilder gehen könnte damit auch die Herren und Damen ihren Teil zur Unterhaltung beizutragen vermöchten denen die Gabe des Gesanges nicht in so reichem Maße zu teil geworden sei als Lady Georgine Wohin diese Äußerung zielen sollte fühlte Georgine recht wohl wußte sie doch daß Francis ärgerlich auf sie war so lange Lord Rochester in ihrer Gesellschaft verkehrte und ihn durch seinenGeist und seine Kühnheit zu verdrängen und zu verdunkeln gewußt hatte Ich dächte meine Herrschaften erwiderte sie wir ließen die Idee mit den Bildern fallen es gehören dazu so viele Vorbereitungen und Hilfsmittel daß für diejenigen Personen welche zufällig an der Ausführung eines Bildes nicht beteiligt sind große Langeweile entstehen würde Der Meinung bin ich durchaus nicht entgegnete Francis leicht ich mache mich verbindlich die Gesellschaft während der Pause auf meine Kosten zu unterhalten besonders wenn mir wie ich hoffen darf Miß Eyre helfend zur Seite stehen wird Werden Sie Miß Eyre Wenn meine Fähigkeiten und Kenntnisse ausreichen sollten antwortete Jane unbefangen so stelle ich mich Ihnen vollkommen zur Verfügung obwohl ich mir nicht die Kraft zutraue in einer so glänzenden Gesellschaft erfolgreich reussieren zu können Seien Sie nicht an unrichtiger Stelle bescheiden rief Lord Rochester dazwischen wenn es auf Talente und Kenntnisse ankommt so sind Sie uns allen tüchtig überlegen Darauf können sie sich verlassen meine Herrschaften Anfänglich war ich auch gegen die lebenden Bilder eingenommen da sie sehr zeitraubend sind jetzt aber wo Lord Francis und Miß Eyre die Lücke auszufüllen übernehmen wollen stimme ich völlig bei Wenn Sie auf die Bitte einer alten Frau einige Rücksicht nehmen wollen Lord Rochester so möchte ich Sie ersuchen daß wir die Gesellschaft für jetzt aufheben und Damen wie Herren in getrennten Kreisen verkehren lassen Lord Clawdon sehnt sich nach dem Genuß einer Cigarre in beschaulicher Ruhe und auch ich