Deine sonderbaren Phantasieen Mama Wir sind fremd hier In dieser Atmosphäre die ich atme liegt etwas Unheimliches etwas Verhängnisvolles für uns hier lauert im Verborgenen ein Unglück auf uns Laß uns umkehren Georgine ehe es zu spät ist noch glaube ich ist es Zeit Georgine höre auf meine Warnung Gib Dich Deiner Schwäche nur nicht gar zu sehr hin Mama Lord Francis bitte sorgen Sie dafür daß meine Mutter in den Besitz meines Flacons kommt dann werden sich ihre Nerven schnell beruhigen und ihrer erregten Phantasie freundliche Bilder vorschweben Der Lord Francis Angeredete wollte nach der Thüre gehen und erblickte Jane Ah da ist ja Jemand hob er an wollten Sie vielleicht so freundlich sein Miß Jane hatte einen harten Kampf innerhalb dieser wenigen Augenblicke zu bestehen gehabt all ihr erduldetes Weh all ihr Haß den sie überwunden zu haben glaubte war in alter Kraft wieder erwacht und steigerte sich noch als sie erfahren mußte daß Georgine Witwe war und somit doch Lord Rochesters künftige Gemahlin werden konnte aber ihr Wille ihre Selbstbeherrschung war doch stärker wie ihre Leidenschaft und hätte sie noch einen Augenblick schwanken können was sie jetzt thun mußte so würde ihr das Lord Rochester gegebene Versprechen schon den richtigen Weg vorgezeichnet haben Sie trat daher ruhig vor und sprach in bescheidenem aber doch festem Tone Kann ich Ihnen dienstlich sein Mylady so gebieten Sie über mich Lord Rochester hat mich beauftragt Sie in seinem Namen zu empfangen So erwiderte Georgine stolz und maß Jane mit einem verächtlichen Blicke Und welche Stellung bekleiden Sie in diesem Hause daß Sie zu solcher Ehre gelangen tete Georgine Sagen Sie Lord Rochester wir wären den Kinderschuhen entwachsen und bedürften Ihrer nicht Ich werde Ihren Auftrag ausrichten Mylady entgegnete Jane Bei den ersten Lauten welche über Jane 's Lippen gedrungen waren hatte Mistreß Reed gestutzt und sich rasch umgewandt Jane erblicken und sofort wiedererkennen war das Werk eines Augenblickes sie fuhr entsetzt in die Höhe brach aber auch sofort wieder zusammen und rief halblaut aus Ach ich wußte es leider nur zu gut Aber mein Gott was haben Sie Was fehlt Ihnen fragten Lord Clawdon und Lord Francis besorgt während Georgine ärgerlich bemerkte Was hast Du denn Mutter Es ist Verhaßtes in meiner Nähe flüsterte sie Georgine hastig zu Was hast Du denn Ich verstehe ich begreife Dich heute gar nicht Mama Mistreß Reed ergriff Georginens Hand zog sie dicht an ihre Seite und raunte ihr leise in das Ohr Wo hast Tu Deine Augen Erkennst Du Jane Eyre meine und Deine ärgste Feindin nicht Bei Gott sie ist es flüsterte Georgine indem sie Jane ebenfalls deutlich erkannte Gib Acht sie wird dem Lord verraten daß wir ihre Verwandten sind und sie auf die Lowoodstiftung geschickt haben Sie wird uns bloßstellen Du Mama hast sie dahin geschickt nicht ich das wird dem Lord genügen Während Beide sich leise mehr weiter stritten als unterhielten beobachtete Lord Clawdon und Lord Francis die ruhig und ohne eine Spur von Befangenheit dastehende Jane und Lord