habe nie zuvor daran gedacht aber Sie sehen allerdings wie ein Vulkan aus Herr Nun Sie können gehen Fräulein Eyre aber erst dabei faßte er mich fester als je werden Sie mir noch ein paar Fragen beantworten Nun folgte ein langes Kreuzverhör das eine Menge ihm unliebsamer Tatsachen zu Tage förderte nämlich daß Rivers sich oft mit mir unterhalten daß ich ihm zu Gefallen Hindostanisch studiert daß er mir einen Heiratsantrag gemacht hatte Hier platzte er wieder los Das ist eine Erdichtung eine schamlose Erfindung um mich zu ärgern Verzeihung es ist die buchstäbliche Wahrheit mehr als einmal drang er in mich daß ich ihn heiraten solle und er war darauf so versessen wie nur irgend ein Mensch es sein kann Fräulein Eyre ich wiederhole Ihnen Sie können gehen Wie oft muß ich Ihnen das sagen Warum bleiben Sie so beharrlich auf meinem Knie sitzen da ich Ihnen doch gesagt daß Sie weggehen sollen Weil ich mich hier behaglich fühle Nein Jane Sie fühlen sich da nicht behaglich weil Ihr Herz nicht bei mir ist es ist bei diesem Vetter diesem St John O bis auf diesen Augenblick dachte ich meine kleine Jane wäre ganz mein Ich glaubte sie liebe mich selbst damals als sie mich verließ das versüßte mir doch wenigstens in etwas so viele Bitterkeiten Solange wir auch voneinander getrennt gewesen sind so viele heiße Tränen ich auch über unsere Trennung vergossen so dachte ich doch nie daß sie während ich um sie trauerte einen andern liebte Jane machen Sie daß Sie fortkommen und heiraten Sie Ihren Rivers Dann schütteln Sie mich mit Gewalt ab denn freiwillig werde ich nicht gehen Jane ich liebe noch immer den Ton deiner Stimme er erneuert stets meine Hoffnung er klingt so wahr er versetzt mich um ein Jahr zurück Ich vergesse daß du ein neues Band geknüpft hast Aber ich bin kein Tor geh Wohin soll ich denn gehen Herr Rochester Zu dem Manne den du dir zum Gatten erkoren zu St John Rivers Er ist nicht mein Gatte noch wird er es je sein Er liebt mich nicht und ich ihn nicht Er liebt eine schöne junge Dame namens Rosamunde Er wollte mich bloß deshalb zu seinem Weibe haben weil er dachte ich würde für einen Missionar passen was bei ihr nicht der Fall gewesen sein würde Er ist gut und großherzig aber streng und für mich so kalt wie ein Eisberg Er ist nicht wie du Eduard ich bin nicht glücklich an seiner Seite noch neben ihm noch bei ihm Er hat für mich keine Zärtlichkeit übrig Er sieht an mir nichts Anziehendes nicht einmal meine Jugend sondern bloß einige nützliche geistige Eigenschaften Muß ich dich also nun verlassen und zu ihm gehen Ich schauderte unwillkürlich und klammerte mich instinktmäßig fester an meinen blinden aber geliebten Herrn an Er lächelte Was Jane Ist das wahr Stehst du wirklich so mit Rivers Nicht anders Eduard Du brauchst dich nicht zu ärgern ich wollte dich nur ein wenig necken um deine