mehrere andere sahen Herrn Rochester durch das Dachfenster auf das Dach steigen wir hörten ihn Bertha rufen Wir sahen ihn sich ihr nähern und dann stieß sie einen gellenden Schrei aus tat einen Sprung und lag einen Augenblick darauf zerschmettert auf dem Pflaster Tot Tot So tot wie die Steine auf denen ihr Gehirn und ihr Blut herumspritzte es war grausig mit anzusehen Er schauderte Kam sonst jemand ums Leben Nein vielleicht wäre es aber besser gewesen wenn es so gekommen wäre Was wollen Sie damit sagen Der arme Herr rief er aus Ich ließ mir nie träumen daß ich so etwas erleben würde Einige sagen es sei ein Gottesurteil gewesen weil er seine erste Heirat geheim gehalten und eine andere Frau habe nehmen wollen aber mir tut er leid Sie sagten eben er sei noch am Leben rief ich Ja ja er ist am Leben aber viele sind der Ansicht es wäre besser für ihn gewesen wenn er umgekommen wäre Warum Inwiefern Mein Blut erstarrte abermals zu Eis Wo ist er fragte ich Ist er in England Ja ja er ist in England er kann nicht England verlassen er ist nun an den Ort gefesselt Welch eine Qual Und der Mann schien sie noch verlängern zu wollen Er ist blind stockblind sagte er endlich Ich hatte Schlimmeres befürchtet nämlich das er wahnsinnig geworden sei Ich bot alle meine Kraft auf und fragte was die Ursache des Unglücks gewesen Sein eigener Mut und man kann wohl auch sagen sein gutes Herz war an seinem Unglücke schuld Er wollte das Haus nicht eher verlassen als bis alle andern heraus waren Wie er zuletzt die große Treppe herabkam nachdem Frau Rochester von der Zinne herabgesprungen war hörte man einen großen Krach und alles stürzte zusammen Er wurde unter dem Schutt hervorgezogen lebendig zwar aber schwer verletzt ein Balken war auf ihn gefallen und hatte ihn glücklicherweise zum Teil geschützt aber ein Auge war ihm ausgeschlagen und eine Hand so zerschmettert daß der Wundarzt sie sogleich abnehmen mußte Das andere Auge wurde ganz entzündet und so verlor er auch dieses Er ist jetzt in der Tat hilflos blind und ein Krüppel Wo ist er Wo wohnt er jetzt In Ferndean einem Herrenhause das er auf einem Gute etwa sechs Meilen von hier besitzt es ist ein ganz unwirtlicher Ort Wer ist bei ihm Der alte John und dessen Frau er will sonst niemand um sich haben Er ist sagt man ganz niedergeschlagen und wie vernichtet Haben Sie ein Fuhrwerk Wir haben eine Kutsche gnädiges Fräulein eine recht hübsche Kutsche So lassen Sie sofort anspannen und wenn Ihr Kutscher mich noch heute vor Nacht nach Ferndean bringt so zahle ich Ihnen und ihm das Doppelte von dem was Sie gewöhnlich verlangen Siebenunddreissigstes Kapitel Das Herrenhaus zu Ferndean war ein Gebäude von hohem Alter mäißiger Größe und keinen architektonischen Ansprüchen es lag tief in einem Walde begraben Ich hatte früher davon gehört Herr Rochester erwähnte es oft und ging bisweilen hin Sein Vater hatte das