auf ewig zum Feinde gemacht Diese Worte verwundeten ihn aufs neue und um so tiefer weil sie der Wahrheit entsprachen Seine blutlosen Lippen zuckten krampfhaft Ich wußte welchen Zorn ich entzündet hatte Ich war trostlos Sie mißdeuten meine Worte ganz und gar sagte ich indem ich plötzlich seine Hand faßte ich habe nicht die Absicht Ihnen Kummer oder Schmerz zu verursachen gewiß nicht Er lächelte bitter und entzog mir seine Hand mit großer Entschiedenheit Und jetzt nehmen Sie vermutlich Ihr Versprechen zurück und gehen überhaupt nicht nach Indien sagte er nach einer ziemlich langen Pause Ich will als Ihre Gehilfin hingehen antwortete ich Es folgte nun ein sehr langes Schweigen Welcher Kampf in dieser Zwischenzeit in ihm zwischen der Natur und der Gnade vorging vermag ich nicht zu sagen nur funkelten einzelne Blitze in seinen Augen und seltsame Schatten gingen über sein Gesicht hin Endlich sprach er Ich habe Ihnen schon bewiesen wie töricht es ist wenn ein Mädchen von Ihrem Alter mit einem unverheirateten Mann von meinem Alter in ein fremdes Land gehen will Ich habe es Ihnen so klar bewiesen daß ich dachte Sie würden auf Ihren Vorschlag nicht mehr zurückkommen Daß Sie es dennoch getan bedaure ich um Ihretwillen Ich unterbrach ihn seine im Tone des Vorwurfs gesprochenen Worte gaben mir mit einem Male wieder Mut Ich sagte Bleiben Sie doch vernünftig St John Sie streifen an Unsinn Sie tun als ob das was ich gesagt etwas Unanständiges wäre Das ist aber nicht der Fall denn bei Ihrem hohen Verstande können Sie nicht so stumpfsinnig oder so eingebildet sein das was ich meine mißzuverstehen Ich sage abermals ich will Ihre Gehilfin sein wenn es Ihnen recht ist nie aber Ihre Frau Wieder wurde er leichenblaß beherrschte aber wie zuvor seinen Zorn vollkommen Er antwortete nachdrücklich aber ruhig Eine Gehilfin die nicht mein Weib ist paßt unter keinen Umständen für mich Mit mir also können Sie wie es scheint nicht gehen ist aber Ihr Anerbieten ein aufrichtiges so werde ich bei meiner Anwesenheit in der Stadt mit einem verheirateten Missionar sprechen dessen Frau eine Gehilfin braucht Ihr eigenes Vermögen wird Sie von der Unterstützung der Missionsgesellschaft unabhängig machen und Sie können sich so die Schande ersparen Ihr Versprechen zu brechen und die Fahne zu verlassen der zu folgen Sie sich verpflichtet haben Nun aber hatte ich nie ein förmliches Versprechen gegeben mich zu nichts verbindlich gemacht und es war diese Sprache daher viel zu hart und viel zu despotisch Ich antwortete Hier kann es sich um keine Schande handeln um keinen Bruch eines Versprechens um keine Fahnenflucht Ich habe mich nicht im geringsten verbindlich gemacht nach Indien zu gehen insbesondere nicht mit Fremden Mit Ihnen würde ich viel gewagt haben weil ich Sie bewundere auf Sie mein Vertrauen setze und Sie wie einen Bruder liebe Allein ich bin überzeugt daß ich in jenem Himmelsstriche nicht lange am Leben bleiben würde wenn und mit wem ich auch gehen möchte Ah Sie fürchten für Ihr Leben sagte er seine Lippe