das wäre und tat mir Gewalt an Bald darauf fragte ich sie ob eine Kleidermacherin oder Weißnäherin im Dorfe wäre Ja entgegnete sie zwei oder drei Gerade so viel als hier Beschäftigung finden Ich dachte über die Sache nach Ich sah jetzt keinen Ausweg mehr sondern stand der Not von Angesicht zu Angesicht gegen über Etwas mußte ich tun Was Ich mußte irgendwo an klopfen Wo Ich fragte sie daher ob sie nicht wüßte wo man in der Nachbarschaft eine Magd brauche Und die Antwort war das könne sie mir nicht sagen Dann fragte ich was die Hauptbeschäftigung der Leute in diesem Orte sei Ich erhielt zur Antwort einige seien Ackersleute viele arbeiteten in Herrn Olivers Nadelfabrik und in der Gießerei Beschäftigt Herr Oliver auch Frauen Nein das sei nur eine Arbeit für Männer Was denn die Frauen täten Die einen lautete der Bescheid tun dies die anderen jenes Arme Leute müssen sich durchbringen wie sie können Sie schien meiner vielen Fragen müde zu sein und mit welchem Recht durfte ich sie auch so belästigen Ein oder zwei Nachbarn kamen herein offenbar wollte man meinen Stuhl haben Ich verabschiedete mich also Ich ging die Straße hinauf und sah im Gehen alle Häuser zur Rechten und zur Linken an ich konnte aber keinen Vor wand noch Anlaß finden in eines hineinzutreten Ich ging um das ganze Dörfchen herum wohl eine Stunde lang oder darüber und entfernte mich zuweilen ein wenig um gleich darauf wieder zurückzukommen Sehr erschöpft und jetzt aus Mangel an Nahrung heftig leidend wendete ich mich abseits und setzte mich unter eine Hecke in einem Feldwege Kaum waren aber einige Minuten verflossen so war ich schon wieder auf den Füßen und suchte abermals jemanden der mir Auskunft geben könnte Ein hübsches Häuschen stand oben am Feldwege davor ein Garten der ungemein zierlich aussah und in voller Blumen pracht dastand Ich blieb bei demselben stehen Mit welchem Rechte aber durfte ich mich der weißen Tür nähern oder den glänzenden Klopfer berühren Welches Interesse konnten die Bewohner des Häuschens haben mir zu helfen Dennoch näherte ich mich und klopfte an Ein sanft aussehendes nett gekleidetes junges Frauenzimmer öffnete die Tür Mit einer Stimme wie man sie von einem hoffnungslosen Herzen und einem vor Mattigkeit und Entkräftung zusammensfindenden Körper erwarten konnte mit einer kaum hörbaren halb erloschenen Stimme kragte ich ob man hier keine Magd brauche Nein sagte sie wir halten keine Magd Können Sie mir sagen wo ich irgend eine Beschäftigung finden könnte fuhr ich fort Ich bin fremd und habe keine Bekannte an diesem Ort Ich muß irgend eine Arbeit haben und es ist gleichgiltig von welcher Art sie ist Aber es war ja nicht ihre Sache für mich zu denken oder kür mich eine Stelle zu suchen und wie verdächtig mußte ihr dem meine Lage meine Geschichte erscheinen Sie schüttelte den Kopf sagte es tue ihr leid mir keine Auskunft geben zu können und die weiße Tür schloß sich ganz sanft und höflich aber immerhin schloß sie mich aus