Stimme zu wiederholen ich gehe Jane Herr Rochester So gehe denn ich willige ein aber bedenke daß du mich hier in Angst und Qual zurückläßt Gehe in dein Zimmer hinauf bedenke abermals alles was ich gesagt und Jane wirf einen Blick auf meine Leiden Denke an mich Er wandte sich ab und warf sich mit dem Gesichte auf das Sofa O Jane Meine Hoffnung meine Liebe mein Leben Dies waren die qualerfüllten Worte die seinen Lippen entfuhren Dann folgte ein tiefes heftiges Schluchzen Schon hatte ich die Tür erreicht da kehrte ich um ebenso ent schlossen als ich mich entfernt hatte Ich kniete nieder neben ihm Ich wandte sein Gesicht von dem Kissen zu mir ich küßte seine Wange ich streichelte sein Haar mit meiner Hand Gott segne Sie mein teurer Herr sagte ich Gott bewahre Sie vor Leid und Schaden Gott lenke und tröste Sie Gott belohne Sie reichlich für Ihre frühere Güte gegen mich Die Liebe der kleinen Jane wäre meine beste Belohnung gewesen antwortete er Ohne sie ist mein Herz gebrochen Aber Jane wird mir ihre Liebe schenken sie ist edel großmütig Das Blut stieg ihm ins Gesicht aus seinen Augen flammte Feuer er sprang auf und streckte die Arme aus aber ich entschlüpfte der Umarmung und verließ rasch das Zimmer Lebe wohl war der Schrei meines Herzen als ich ihn ver ließ Lebe wohl für immer setzte die Verzweiflung hinzu In jener Nacht glaubte ich nicht schlafen zu können aber ich schlummerte ein sobald ich mich zu Bette legte Ich war in Gedanken in meine Kindheit zurückgesetzt Es träumte mir ich liege in dem roten Zimmer zu Gateshead und mein Geist sei von seltsamer Furcht befangen Das Licht das mir einst eine Ohnmacht zugezogen hatte und das ich in diesem Traume wiedersah schien allmählich an der Wand aufzusteigen und zitternd auf dem Mittelpunkte der finstern Decke zu verweilen Ich richtete den Kopf empor um hinzusehen da löste sich die Decke in hohe und düstere Wolken auf der Schimmer glich dem wenn der Mond die Dünste bescheint die er im Begriffe ist zu zerteilen Ich sah hin wie er allmählich hervorkam sah hin mit seltsamer Ahnung gleich als wäre ein Wort des Schicksals auf seine Scheibe geschrieben Endlich bracher hervor wie er noch nie aus einer Wolke hervorgebrochen Zuerst drang eine Hand aus den schwarzen Falten hervor und schob sie zur Seite dann glänzte nicht ein Mond sondern eine weiße menschliche Gestalt in dem Azurblau die strahlende Stirn erdwärts neigend Sie blickte und blickte mich an Sie sprach zu meinem Geiste unermeßlich fern war der Ton und doch wieder so nahe er flüsterte mir ins Herz Meine Tochter flieh die Versuchung Ja Mutter So antwortete ich als ich aus dem einer Verzückung ähn lichen Traume erwacht war Es war noch Nacht aber Juli nächte sind kurz bald nach Mitternacht kommt die Dämmerung Es kann nicht zu früh sein mich an die Arbeit zu machen die ich zu vollbringen habe dachte ich Ich stand auf Angekleidet war ich