reich begabt liebens würdig Eine glühende innige Leidenschaft ist in meinem Herzen entflammt sie zieht dich nach dem Mittelpunkte meines Lebens nach meiner Lebensquelle hin bindet mein Dasein an das deine und gießt dich und mich mit ihrer reinen und tächtigen Flamme in eins zusammen Weil ich dieses fühlte und wußte darum entschloß ich mich dich zu heiraten Wenn du mir sagst ich habe schon ein Weib so ist das eitel Hohn und Spott Ich hatte unrecht dich hintergehen zu wollen allein ich fürchtete eine Widerspenstigkeit die in deinem Charakter liegt ich fürchtete früh eingepflanzte Vorurteile ich wollte dich in Sicherheit bringen bevor ich ver trauliche Mitteilungen wagte Das war feige Ich hätte mich gleich anfangs an deine Großmut wie jetzt wenden sollen hätte dir mein qualvolles Leben offen darlegen hätte dir meinen Hunger und Durst nach einem höheren würdigeren Dasein schildern hätte dir nicht meinen Entschluß das Wort ist zu schwach sondern meinen innern Drang gegen den jeder Widerstand vergeblich ist meine Sehnsucht mein Bedürfnis zeigen sollen wahr und treu zu lieben wo ich hin wiederum wahr und treu geliebt würde Dann hätte ich dich bitten sollen das Gelübde meiner Treue hinzunehmen und dafür mir das deinige abzulegen Jane willst du mir jetzt schwören daß du mir treu sein wirst Warum schweigst du Jane Ich stand eine wahre Feuerprobe aus eine glühende eiserne Hand griff in mein innerstes Leben Ein schrecklicher Augen blick wo alles in mir wild kämpfte alles Dunkelheit um mich her war Nicht ein menschliches Wesen das je auf der Erde gelebt könnte wünschen inniger geliebt zu werden als ich geliebt wurde und den der mich so liebte verehrte ich ja betete ich in Wahrheit an und nun sollte ich der Liebe zu ihm entsagen Jane du weißt nun was ich von dir will Nur das Ver sprechen ich will die deinige werden Eduard Herr Rochester ich will nicht die Ihre werden Ein anderes langes Schweigen Jane begann er abermals mit einer Milde die mich vor Kummer ganz darniederdrückte und vor Schrecken mich eiskalt machte denn diese sanfte Stimme war das Schnauben eines aufspringenden Löwen Jane ist es dein Ernst daß du einen Weg in der Welt gehen sollst und ich einen andern Ja das ist mein Ernst Jane er neigte sich zu mir und umarmte mich bist du auch jetzt noch dieser Ansicht Ja Und jetzt sagte er indem er mir sanft Stirn und Wange küßte Ja rief ich und riß mich aus seinen Armen los O Jane das ist bitter das das ist böse Es wäre nichts Böses mich zu lieben Es wäre aber etwas Böses Ihnen zu folgen Ein wilder Blick hob seine Augenbrauen in die Höhe er stand auf brach aber noch nicht los Ich legte meine Hand auf die Lehne eines Sessels um mich zu stützen Ich zitterte ich fürchtete mich aber mein Entschluß war gefaßt Einen einzigen Augenblick Jane Blicke nur einmal auf das schreckliche Leben das ich führen muß wenn du fort bist Was bleibt mir dann übrig Als