Elisa dagegen sprach noch immer wenig sie hatte offenbar keine Zeit zum Sprechen Ich hatte nie einen geschäftigeren Menschen gesehen als sie zu sein schien doch war es schwer zu sagen was sie tat oder irgend ein Resultat ihres Fleißes zu erblicken Sie hatte eine Weckuhr um sie früh zu wecken Ich weiß nicht was sie vor dem Frühstück machte aber nach dem sie dasselbe eingenommen teilte sie ihre Zeit stets regel mäßig ein jede Stunde hatte ihre Aufgabe Dreimal des Tages las sie in einem kleinen Buche das wie ich später fand ein Gebetbuch war Drei Stunden stickte sie mit Goldfaden den Rand eines viereckigen karmesinroten Tuches der fast zu einem Teppich groß genug war Als Antwort auf meine Frage wozu dies Tuch dienen solle sagte sie mir es sei eine Altardecke für eine neue nicht weit von Gateshead kürzlich erbaute Kirche Zwei Stunden widmete sie ihrem Tagebuche zwei weitere Stunden arbeitete sie allein in dem Küchengarten und schließlich ver wendete sie noch eine Stunde um ihre Rechnungen in Ord nung zu bringen Sie schien keiner Zerstreuungen zu bedürfen Ich glaube sie war auf ihre Weise glücklich Diese Beschäftig ungen genügten ihr und nichts verdroß sie so als wenn sich etwas ereignete wodurch sie sich genötigt sah in ihrer nach dem Uhrwerk abgemessenen Regelmäßigkeit eine Aenderung eintreten zu lassen Eines Abends als sie mehr wie sonst zu Mitteilungen auf gelegt war sagte sie mir Johns Aufführung und der drohende Ruin der Familie sei eine Quelle tiefen Kummers für sie ge wesen aber jetzt sei sie ruhig und gefaßt und es stehe ihr Entschluß fest Ihr eigenes Vermögen habe sie schon in Sicher heit gebracht und wenn ihre Mutter sterbe und es sei ganz unwalrscheinlich bemerkte sie ruhig daß es noch lange mit ihr dauere wolle sie einen Plan ausführen an den sie längst mit Vorliebe gedacht hätte sie wolle sich an einen stillen Ort zurückziehen wo pünktliche Gewohnheiten herrschten und sichere Schranken sie von der leichtsinnigen Welt trennten Ich fragte ob Georgiana sie begleiten würde Natürlich nicht Georgiana und sie hätten nie etwas mitein ander gemein gehabt nie nie Nun möchte sie sich die Gesell schaft ihrer Schwester um keinen Preis aufbürden Georgiana solle ihren Weg und sie Elisa wolle den ihrigen gehen Wenn Georgiana mir nicht ihr Herz ausschüttete brachte sie den größten Teil ihrer Zeit damit zu daß sie auf dem Sofa lag über das langweilige Leben ihren Unmut ausließ und immer und immer den Wunsch aussprach ihre Tante Gibson möchte sie doch zu sich nach der Stadt einladen Es wäre sagte sie so unendlich besser wenn sie nur einen oder zwei Monate aus dem Wege kommen könnte bis alles vorüber wäre Elisa nahm gewöhnlich von der Trägheit und den Klagen ihrer Schwester nicht mehr Notiz als ob ein solches mürrisches träges Geschöpf gar nicht vor ihren Augen gewesen wäire Eines Tages indessen sie legte grade ihr Rechnungs buchweg und entfaltete ihre Stickerei fiel sie folgendermaßen über sie her Georgiana ein eitleres und abgeschmackteres Geschöpf als du