Die gnädige Frau hatte schon vorher gekränkelt sie war sehhr dichk geworden dabei aber nicht kräftig und der Geldverlust und die Furcht vor der Armut raubten ihr allen Frohsinn Die Nachricht von dem Tode des Herrn John traf sie wie ein Donnerschlag Drei Tage lang konnte sie kein Wort sprechen letzten Dienstag aber schien sie etwas besser zu sein sie schien etwas sagen zu wollen und machte meiner Frau beständig Zeichen aber erst gestern morgen brachte sie deutlich Worte heraus Holt Jane Eyre ich muß sie sprechen Bessie ist nicht gaunz gewiß ob sie ganz bei Verstand ist und mit den Worten etwas meint aber sie sagte es Fräulein Reed und Fräulein Georgiana und riet ihnen daß sie Sie kommen lassen sollten Die jungen Damen wollten anfangs nichts davon wissen aber ihre Mutter wurde so unruhig und sagte so oft Jane Jane daß sie am Ende ihre Einwilligung gaben ich habe gestern Gateshead verlassen und wenn Sie sich bis morgen in aller Frühe reisefertig machen können so möchte ich Sie mitnehmen Ja Robert ich werde mich sofort reisefertig machen es ist mir als müsse ich fort sagte ich und entfernte mich um Herrn Rochester aufzusuchen und um Urlaub zu bitten Er war in keinem der untern Zimmer auch nicht auf dem Hof nicht im Stall nicht im Park Ich fragte Frau Fairfax ob sie ihn nicht gesehen und sie antwortete mir sie glaube er spiele Billard mit Fräulein Blanche Ich eilte daher in das Billardzimmer das Aufschlagen der Bälle und das Stimmen gewirr ließ sich von dorther hören Herr Rochester Fräulein Blanche und die beiden Fräulein Eshton und deren Bewunderer waren alle mit dem Spiele beschäftigt Ich näherte mich meinem Herrn der gerade an Fräulein Blanches Seite stand Diese wendete sich um als ich herbeikam und blickte mich hochmütig an ihre Augen schienen zu fragen Was mag wohl die Schleicherin wollen Und als ich mit leiser Stimme Herr Rochester sagte machte sie eine Bewegung wie wenn sie mich wegschicken wollte Will die etwas von Ihnen fragte sie Herrn Rochester Dieser drehte sich um Er macte eine sonderbare Grimasse als er mich sah warf sein Queue weg und folgte mir aus dem Zimmer Nun Jane sagte er und lehnte sich mit dem Rücken gegen die Tür des Schulzimmers die er zugemacht hatte Herr Rochester ich möchte um die Erlaubnis bitten auf eine oder zwei Wochen verreisen zu dürfen Warum denn wo wollen Sie hin Zu einer kranken Dame die nach mir geschickt hat Was für eine kranke Dame Wo wohnt sie Zu Gateshead in der Grafschaft In der Grafschaft Das ist ja an die hundert Meilen von hier Wer mag wohl die Dame sein die von so weit her Leute zu sich kommen läßt Sie heißt Reed Frau Reed Reed von Gateshead Es gab mal einen Reed von Gates head der Distriktsbeamter war Dessen Witwe ist es Und woher kennen Sie die Herr Reed war mein Onkel meiner Mutter Bruder Ei was Zum Henker das haben Sie mir nie gesagt Sie