bei Mr Rochester sei Dann eilte sie hinaus um ihre Vorbereitungen für den Tee zu treffen Ich ging nach oben meine Sachen abzulegen 11 Kapitel Die erste Unterredung Nun hatte das Haus einen Herrn bekommen Mir gefiel es jetzt besser Wie gewöhnlich speisten meine Schülerin und ich in Mrs Fairfax Wohnzimmer Der Nachmittag war stürmisch und erlaubte ich Adele Bücher und Arbeiten fortzulegen und hinunterzulaufen denn aus der Stille unten und dem Aufhören des Läutens an der Türglocke schloß ich daß Mr Rochester jetzt freie Zeit habe Als ich allein war trat ich ans Fenster aber man konnte nichts mehr sehen die Dämmerung und das Schneegestöber verdunkelten die Luft und verbargen sogar das Gebüsch auf dem Rasenplatz vor den Hause Ich ließ die Vorhänge herab und setzte mich wieder an den Kamin Da trat Mrs Fairfax ein Es würde Mr Rochester sehr angenehm sein wenn Sie und Ihre Schülerin heute abend den Tee mit ihm im Gesellschaftszimmer einnehmen wollten sagte sie er ist während des ganzen Tages so sehr beschäftigt gewesen daß er Sie noch nicht früher zu sich bitten konnte Um welche Zeit trinkt er den Tee fragte ich um sechs Uhr Auf dem Lande hält er sich an frühe Stunden Es wird gut sein wenn Sie jetzt schon gingen um sich umzukleiden Ich werde Ihnen helfen Hier ist eine Kerze Ist es denn durchaus notwendig ein anderes Kleid anzuziehen Ja Sie werden gut daran tun ich ziehe mich stets für den Abend besser an wenn Mr Rochester hier ist Diese Zeremonie erschien mir ein wenig steif Indessen begab ich mich auf mein Zimmer und mit Mrs Fairfax Hilfe tauschte ich mein schwarzes wollenes Kleid gegen ein schwarzseidenes es war das einzige welches ich besaß mit Ausnahme eines hellgrauen welches nach meinen aus Lowood mitgebrachten Ansichten zu prächtig und elegant war um bei anderen als höchst feierlichen Gelegenheiten getragen zu werden Sie brauchen noch eine Brosche sagte Mrs Fairfax Ich besaß einen einzigen kleinen Schmuckgegenstand aus echten Perlen welchen Miß Temple mir beim Abschied als Andenken gegeben hatte diesen legte ich an und dann gingen wir hinunter Ich war nicht an den Verkehr mit Fremden gewöhnt und daher war es fast eine schwere Aufgabe für mich so nach einer so förmlichen Aufforderung vor Mr Rochester zu erscheinen Ich ließ Mrs Fairfax zuerst in das Speisezimmer eintreten Wir gingen unter dem Bogen durch dessen Vorhänge jetzt herabgelassen waren und traten in das elegante Gemach welches sich dahinter befand Zwei Wachskerzen brannten auf dem Tische und zwei auf dem Kamin in der Hitze und dem Licht eines prächtig lodernden Feuers lag Pilot neben ihm kniete Adele Halb zurückgelehnt auf einem Sofa lag Mr Rochester sein Fuß war durch ein Kissen gestützt er blickte auf Adele und den Hund der Schein des Feuers fiel voll auf sein Gesicht Ich erkannte sofort den Reiter mit den dichten kohlschwarzen Augenbrauen wieder Ich erkannte seine scharf geschnittene Nase wieler die mehr charakteristisch als schön war sein grimmiger Mund das Kinn die Kinnbacken ja alle drei