ich mir vor bis zur Stunde des Mittagessens einige kleine Skizzen für ihren Gebrauch zu zeichnen Als ich hinaufging um meine Mappe und meine Zeichenstifte zu holen rief Mrs Fairfax mir zu Ihre Schulstunden für den Morgen sind jetzt vorüber wie ich vermute Sie befand sich in einem Zimmer dessen Flügeltüren went geöffnet waren als sie mich anredete ging ich hinein Es war ein großes stattliches Zimmer mit purpurfarbigen Möbeln und Vorhängen einem türkischen Teppich nußholzbekleideten Wänden einem großen buntfarbigen Fenster und einer reich verzierten Decke Mrs Fairfax wischte den Staub von einigen Vasen aus herrlichem Rubinglas welche auf einem Nebentische standen Welch ein prachtvolles Zimmer rief ich aus indem ich umherblickte denn ich hatte noch nie ein Zimmer gesehen was auch nur halb so schön gewesen wäre Ja dies ist das Speisezimmer Ich habe soeben das Fenster geöffnet um ein wenig Luft und Sonnenschein hereinzulassen denn in Zimmern die selten bewohnt werden wird alles feucht Drüben im großen Gesellschaftszimmer ist es gerade wie in einem Kellergewölbe Wohin gehen Sie denn jetzt Mrs Fairfax fragte ich als sie weiterging Hinauf auf das Bleidach wollen Sie mit mir gehen um die Aussicht von dort zu genießen Ich folgte ihr über eine sehr enge Treppe zu den Bodenkammern hinauf und von dort über eine Leiter und durch eine Falltür auf das Dach des Herrenhauses Ich befand mich jetzt auf gleicher Höhe mit der Krähenkolonie und konnte in ihre Nester sehen Als ich mich über die Zinnen lehnte und weit hinunterblickte sah ich den Park und die Gärten wie eine Landkarte vor mir liegen der lichtgrüne Rasenplatz der sich dicht um das Haus zog die Felder und Wiesen der düstere Wald durch welchen sich ein Fußsteig zog dessen Moos grüner war als das Laub der Bäume die Kirche an der Parkpforte die Landstraße die Hügel welche ruhig in das klare Sonnenlicht des Herbsttages hineinragten der tiefblaue mit leichten Wölkchen bezogene Himmelsbogen das ganze vor mir liegende Bild hatte keinen besonders schönen Zug aber es war lieblich und wohlgefällig Als ich mein Auge von demselben abwandte und wieder durch die Falltür hinabstieg konnte ich kaum meinen Weg über die Leiter hinunter finden so geblendet war ich von dem sonnigen Bild das ich erschaut hatte Als ich dann leise vorwärts schritt traf ein Ton den ich in diesen Regionen am wenigsten erwartet haben würde ein lautes Lachen mein Ohr Es war ein seltsames Lachen deutlich gemessen freudlos Ich stand still Der Ton verstummte doch nur für einen Augenblick dann begann das Lachen von neuem lauter denn anfangs war es wenn auch deutlich doch nur leise gewesen Es endigte mit entsetzlichem Schall welcher in jedem einsamen Zimmer ein Echo zu wecken schien es kann aber nur aus einem einzigen hervor und ich hätte die Tür bezeichnen können aus welcher die Töne kamen Mrs Fairfax rief ich denn jetzt hörte ich sie die große Treppe herabkommen Haben Sie das laute Lachen gehört Woher kommt es Wer war es Wahrscheinlich eins der Dienstmädchen entgegnete sie vielleicht Grace Poole