Front der Halle und dachte bei mir welch ein großer Besitz es für eine einzelne kleine Dame wie Mrs Fairfax sei als diese Dame in der Tür erschien Was schon draußen sagte sie Ich sehe Sie lieben es früh aufzustehen Ich ging zu ihr und wurde mit einem Kusse und einem herzlichen Händedruck empfangen Wie gefällt Ihnen Thornfield fragte sie Ich antwortete ihr daß ich es sehr schön fände Ja sagte sie es ist ein reizender Ort aber ich fürchte es wird in Verfall geraten wenn Mr Rochester sich nicht entschließt herzukommen und für immer hier zu wohnen oder wenigstens häufiger herzukommen Große Häuser und schöne Besitzungen erfordern die Anwesenheit ihres Besitzers Mr Rochester rief ich aus Wer ist das Der Besitzer von Thornfield antwortete sie ruhig Wußten Sie nicht daß er Rochester heißt Natürlich wußte ich das nicht ich hatte ja noch niemals von ihm gehört aber die alte Dame schien sein Dasein für eine so allgemein bekannte Tatsache zu halten daß jedermann sie kennen mußte Ich glaubte fuhr ich fort daß Thornfield Ihr Eigentum sei.’ Mein Eigentum Gott segne Sie Kind Welch eine Idee Mein Eigentum Ich bin nur die Haushälterin die Verwalterin Allerdings bin ich von mütterlicher Seite entfernt mit den Rochesters verwandt oder wenigstens war mein Gatte es er war Pfarrer jenes kleinen Dorfes da drüben auf dem Hügel Die Mutter des jetzigen Mr Rochester war eine Fairfax und meines Mannes Cousine im zweiten Grade aber ich berufe mich auf diese Verwandtschaft niemals und mache mir gar nichts daraus ich betrachte mich ganz wie eine gewöhnliche Haushälterin mein Herr ist immer höflich und mehr erwarte ich nicht Und das kleine Mädchen meine Schülerin Sie ist Mr Rochesters Mündel er beauftragte mich eine Erzieherin für sie zu suchen Ich glaube daß er die Absicht hegt sie in shire erziehen zu lassen Da kommt sie mit ihrer Bonne wie sie ihre Wärterin nennt Das Rätsel war also gelöst diese freundliche kleine Witwe war keine große Dame sondern eine Untergebene wie ich selbst Deshalb war sie mir nicht weniger lieb im Gegenteil ich fühlte mich wohler als zuvor Meine Stellung war deshalb um so viel freier Während ich noch über diese Entdeckung nachdachte kam ein kleines Mädchen welchem eine Wärterin folgte über den Grasplatz daher gelaufen Ich betrachtete meine Schülerin welche mich anfangs nicht zu bemerken schien Sie war noch ein Kind vielleicht sieben oder acht Jahre alt zart gebaut mit einer Fülle von Haar das in Locken über die Schultern wallte Guten Morgen Miß Adele sagte Mrs Fairfax Kommen Sie her und sprechen Sie mit dieser Dame welche Ihre Lehrerin sein und Sie zu einem klugen Mädchen erziehen wird Sie kam näher C’est là ma gouvernante ’ fragte sie zu ihrer Wärterin gewendet auf mich zeigend diese antwortete Mais qui certainemente ’ Sind sie Ausländerin ’ fragte ich erstaunt die französische Sprache zu hören Die Wärterin ist eine Ausländerin und Adela wurde auf dem Kontinent geboren ich glaube daß sie bis vor sechs Monaten immer dort war ls