sein Gesicht Jane erkannte sofort den Reiter mit der hohen Stirn und den dichten kohlschwarzen Augenbrauen wieder das schwarze Haar ließ die Stirn noch weißer erscheinen Mr Rochester mußte Mrs Fairfax und ihren Eintritt wohl bemerkt haben aber er war nicht in der Laune Notiz von ihnen zu nehmen denn er wandte nicht einmal den Kopf als sie näher traten Hier ist Miß Eyre mein Herr sagte Mrs Fairfax in ihrer ruhigen Weise Er neigte den Kopf leicht aber immer wandte er noch keinen Blick von der Gruppe des Hundes mit dem Kinde Lassen Sie Miß Eyre platz nehmen sagte er und in der förmlichen steifen Verbeugung lag etwas das zu sagen schien Was kümmert es mich ob Miß Eyre da ist oder nicht In diesem Augenblick verspüre ich keine Lust mit ihr zu sprechen Jane setzte sich und ihre Verlegenheit war gänzlich geschwunden Ein Empfang von äußerster Höflichkeit würde sie wahrscheinlich verwirrt haben sie hätte ihn nicht durch Eleganz ihrerseits erwidern können aber solche schroffe Launen legten ihr keine Verpflichtung auf Außerdem war ihr sein eigentümliches Benehmen interessant und sie beobachtete wie es nun weiter gehen würde Er benahm sich also weiter wie eine Statue es ungefähr getan haben würde das heißt er sprach weder noch bewegte er sich Da begann Mrs Fairfax zu sprechen Freundlich wie gewöhnlich und auch sehr alltäglich begann sie ihn wegen der dringenden Geschäfte zu bemitleiden mit welchen er während des ganzen Tages überbürdet gewesen wegen der Verrenkung welche ihm große Schmerzen verursachen müsse dann empfahl sie ihm Geduld und Ausdauer während des Verlaufs seiner Heilung Madame ich bitte um eine Tasse Tee lautete die einzige Antwort welche sie erhielt Sie beeilte sich die Glocke zu ziehen und als das Teebrett gebracht wurde begann sie die Tassen Löffel usw mit geschäftiger Schnelligkeit zu ordnen Adele und Jane gingen an den Tisch aber der Hausherr verließ sein Ruhebett nicht Wollen Sie Mr Rochester die Tasse reichen sagte Mrs Fairfax zu Jane Adele könnte den Tee verschütten Jane tat was sie begehrte Als er ihr die Tasse aus der Hand nahm rief Adele welche den Augenblick vielleicht für geeignet hielt eine Bitte zu Janes Gunsten auszusprechen N’est-ce pas Monsieur qu’il y a un cadeau pour Mademoiselle Eyre dans votre petit coffre ’ Wer redet von cadeau ’ fragte er rauh Haben Sie ein Geschenk erwartet Miß Eyre Lieben Sie vielleicht Geschenke und forschend blickte er ihr ins Gesicht mit Augen in denen Zorn und Ärger blitzten Ich weiß es kaum mein Herr ich habe in dieser Beziehung wenig Erfahrung Aber im allgemeinen hält man sie doch für sehr angenehme Dinge Im allgemeinen hält man sie dafür Aber was halten Sie davon Ich müßte mir wirklich Zeit nehmen Sir um zu überlegen bis ich eine Antwort finden könnte die Ihrer Annahme würdig wäre Ein Geschenk hat viele Gesichter Nicht wahr Und man sollte jedes einzelne betrachten ehe man eine Meinung über seine Beschaffenheit ausspricht Miß Eyre Sie sind nicht so harmlos und einfach wie Adele sie verlangt