eins der großen Vorderzimmer allerdings haben diese prächtigere Möbel aber sie sind so düster und einsam ich könnte niemals darin schlafen Jane dankte ihr für ihre rücksichtsvolle Wahl und da sie sich von der langen Reise wirklich ermüdet fühlte zeigte sie sich bereit sich auf ihr Zimmer zurückzuziehen Mrs Fairfax nahm ein Licht und Jane folgte ihr auf den Korridor hinaus Zuerst überzeugte sich Mrs Fairfax ob die große Haustür auch wirklich verschlossen sei nachdem sie den Schlüssel aus dem Schlosse gezogen führte sie Jane die Treppe hinauf Stufen und Geländersäulen waren von Eichenholz das Treppenfenster war hoch und vergittert sowohl dieses wie die lange Galerie auf welche die Schlafzimmertüren hinausgingen sahen aus als gehörten sie zu einer Kirche und nicht zu einem Hause Eine feuchte dumpfige Luft wie in einem Gewölbe herrschte auf der Treppe eine Luft die den Gedanken an trostlos öde Räume wachrief und Jane war froh als sie endlich in ihr Zimmer trat und fand daß es ein kleiner Raum und zierlich aber einfach möbliert sei Als Mrs Fairfax ihr eine herzliche gute Nacht gewünscht und sie ihre Tür sorgsam verschlossen hatte sah sie sich mit Muße um der Anblick ihres behaglichen kleinen Zimmers löschte den Eindruck aus welchen die weite Halle die düstere große Treppe und jene lange kalte Galerie auf sie gemacht hatten und bald kam es ihr zum Bewußtsein daß sie nach ein paar Tagen körperlicher Ermüdung und geistiger Erregung nun endlich in einen sicheren Hafen eingelaufen sei Dankbarkeit schwellte ihr Herz sie kniete neben ihrem Bette nieder und sandte ein inniges Dankgebet zu dem empor dem sie Dank schuldete und bevor sie sich wieder erhob vergaß sie nicht weitere Hilfe für ihren Pfad zu erflehen und um die Gabe zu bitten sich der Güte wert machen zu können welche ihr in so reichem Maße zuteil wurde In dieser Nacht lag sie auf keinem Dornenlager ihr einsames Zimmer war von Ruhe und Frieden erfüllt Zugleich müde und zufrieden schlief sie bald fest ein Als sie erwachte war es bereits heller Tag In dem Sonnenschein welcher durch die hellblauen Fenstervorhänge fiel erschien Jane das Zimmer so freundlich und gemütlich sie wurde fast mutig bei dem Anblick der tapezierten Wände und des teppichbelegten Fußbodens welche den buntfarbigen Kalkwänden und nackten Holzböden in Lowood so unähnlich waren Ihr war als müsse jetzt eine schönere Lebenszeit für sie anbrechen eine Zeit welche neben ihren Dornen und Mühseligkeiten auch ihre Blüten und Freuden haben würde Sie erhob sich Mit großer Sorgfalt kleidete sie sich an Wenn sie auch gezwungen war einfach zu sein sie hatte kein einziges Kleidungsstück welches nicht in der einfachsten Weise gemacht war so hatte sie doch von Natur das größte Verlangen sauber und nett auszusehen Nachdem sie das Fenster geöffnet und gesehen hatte daß sie auf dem Toilettetische alles sauber und ordentlich zurückließ ging sie hinaus Nachdem Jane die lange mit Teppichen bedeckte Galerie entlang gegangen war stieg sie die glänzend blanke Eichentreppe hinunter dann kam sie in die Halle hier stand sie eine