an einem Meierhofe vorbei an dessen geöffneter Tür der Pächter saß und sein Abendbrot verzehrte das aus Brot und Käse bestand Sie stand still und sagte Wollen Sie mir ein Stück Brot geben Ich bin sehr hungrig Er warf einen Blick des Erstaunens auf sie aber ohne zu antworten schnitt er eine derbe Schnitte von seinem Brot und gab sie ihr Er hielt sie nicht für eine Bettlerin sondern nur für eine Dame welche von einem plötzlichen Appetit auf sein Schwarzbrot befallen war Sobald Jane außer Sehweite war sette sie sich hin und begann zu essen Wieder war die Nacht angebrochen und Jane suchte Zuflucht in einem nahen Walde Aber es war eine fürchterliche Nacht sie fand keine Ruhe Die Erde war feucht die Luft kalt Kein Gefühl von Ruhe oder Sicherheit kam über sie Gegen Morgen regnete es Der ganze folgende Tag war naßkalt Wie zuvor suchte Jane Arbeit wie zuvor wurde sie abgewiesen und wie zuvor hungerte sie nur einmal kam Nahrung über ihre Lippen An der Tür einer Hütte sah sie ein kleines Mädchen das im Begriff stand eine Schüssel voll kalten Haferbreis in den Schweinetrog zu schütten Willst du mir das nicht geben bat sie Das Kind starrte Jane an Mutter rief sie dann aus hier ist ein Weib das den Brei haben will.r Nun Mädel erwiderte die Stimme von drinnen gib ihn ihr wenn es eine Bettlerin ist Das Schwein braucht ihn nicht Das Mädchen schüttete den steifen Brei in Janes Hand und diese verschlang ihn gierig Als die naßkalte Dämmerung herabsank hielt sie auf einem einsamen Reitwege inne den sie schon seit länger als einer Stunde verfolgt hatte Meine Kräfte verlassen mich jetzt gänzlich sagte sie im Selbstgespräch Ich fühle daß ich nicht viel weiter gehen kann Werde ich diese Nacht wieder eine Ausgestoßene sein Muß ich mein Haupt auf den kalten durchweichten Erdboden legen während der Regen in Strömen herabfließt Ich fürchte es wird mir nichts anderes übrig bleiben Aber es wird furchtbar sein mit diesem Gefühl des Hungers der Ohnmacht der Kälte der Trostlosigkeit Aller Wahrscheinlichkeit nach würde ich noch vor Tagesanbruch sterben O Gott halte mich nur noch ein wenig länger aufrecht Hilf mir Führe mich Ihr trübes Auge schweifte über die nebelige verschwommene Landschaft Sie sah daß sie weit vom Dorfe fortgeirrt war es war ihren Blicken gänzlich entschwunden Auf Kreuzwegen und Nebenpfaden war sie noch einmal dem Moorlande wieder nahe gekommen und jetzt lagen nur noch wenige Acker die fast ebenso wild und unfruchtbar waren wie die Heide zwischen ihr und nebligen Bergen Nun ich will lieber dort drüben sterben als an der Landstraße oder an einem verkehrsreichen Wege dachte sie So wandte sie sich also den Hügeln zu Sie erreichte diese Jetzt blieb ihr nur noch übrig eine Höhlung zu finden in der sie sich verbergen wenn auch nicht sicher fühlen konnte Aber die ganze Oberfläche der Einöde sah eben aus Sie zeigte nur eine Abwechslung sie war grün wo Binsen und Moose den Marschboden bedeckten schwarz wo