ist aber gewiß fühlen wir seine Gegenwart am deutlichsten wenn seine größten und herrlichsten Werke im Glanze vor uns ausgebreitet liegen Und der unbewölkte Nachthimmel an dem seine Welten ihren stillen Kreislauf vollenden macht uns am meisten seine Unendlichkeit seine Allmacht seine Allgegenwärtigkeit empfinden Jane hatte sich auf die Knie erhoben um zu beten Als sie mit tränenblinden Augen aufsah erblickte sie die gewaltige Milchstraße Indem sie sich erinnerte was sie eigentlich sei eine Million von Welten fühlte sie die Macht und die Kraft Gottes Sie war sicher daß ohne seinen Willen kein Geschöpf untergehen könnte Sie legte sich wieder an die Brust der Erde und nicht lange dauerte es so hatte sie im Schlaf allen Kummer vergessen Aber am nächsten Tage trat die Not bleich und hager an sie heran Lange nachdem die kleinen Vögel ihre Nester verlassen hatten lange nachdem die Bienen während der süßen Jugend des Tages den Honig aus den Haideblüten gesogen bevor der Tau noch getrocknet erhob sie sich und blickte umher Welch ein stiller warmer herrlicher Tag Welch eine goldene Wüste dieses weite Moor Überall Sonnenschein Sie sah eine Eidechse über den Felsen huschen sie sah eine Biene geschäftig zwischen den süßen Haidelbeeren Wie gern wäre sie in diesem Augenblick Biene oder Eidechse gewesen dann hätte sie hier hinreichende Nahrung schützendes Obdach gefunden Aber sie war ein menschliches Wesen und hatte die Bedürfnisse eines mensch lichen Wesens Sie durfte nicht weilen wo sie nichts fand um sie zu befriedigen Sie erhob sich und blickte zurück auf das Lager das sie verlassen Sie hegte nur den einen Wunsch daß der Schöpfer es für gut befunden hätte während ihres Schlafes dieser Nacht die Seele von ihr zurückzufordern Aber das Leben war noch immer in ihr mit seinen Erfordernissen und Bedürfnissen Diese mußten befriedigt werden Sie machte sich auf den Weg Als sie Whitcroß wieder erreicht hatte schlug sie einen Weg ein welcher von der Sonne fortführte die jetzt bereits hoch stand und glühend herabbrannte Lange ging sie vorwärts und endlich setzte sie sich ermüdet auf einen nahen Stein da hörte sie eine Glocke erklingen eine Kirchenglocke Sie wandte sich nach der Richtung aus welcher der Schall kam und dort zwischen den Hügeln sah sie einen Weiler und einen Kirchturm Das ganze Tal zu ihrer Rechten war voll von Weiden Kornfeldern und Wäldern ein glitzernder Strom lief zickzack durch die verschiedenen Schattierungen der Wiesen des reifenden Korns der düsteren Wälder und der hellen sonnigen Fluren Das schwere Rollen von Rädern lenkte ihre Gedanken wieder auf die vor ihr liegende Straße sie sah einen hochbeladenen Wagen hügelaufwärts streben und eine kurze Strecke dahinter erblickte sie zwei Kühe mit ihrem Treiber Menschliches Leben und menschliche Arbeit waren ihr also nahe Sie wollte sich nun weiter schleppen versuchen zu leben und zu arbeiten wie die übrigen Gegen vier Uhr nachmittags kam sie in das Dorf Am Ende seiner einzigen Straße war ein kleiner Laden mit einigen Semmeln und Broten im Fenster Sie sehnte sich nach einem Laib Brot Durch solche